Aromatherapie bei Borreliose?

Die Borreliose bleibt und ist eine Krankheit, die schulmedizinisch behandelt werden sollte. Es gibt aber durchaus Möglichkeiten bei dieser Erkrankung begleitend tätig zu werden. Lange hab ich überlegt, ob es sinnvoll ist darüber einen Artikel zu schreiben und diesen nun auch einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Ich habe mich nun dazu entschlossen, weil:
1. ich den neuesten Stand der Wissenschaft verständlich aufbereitet anbieten möchte.
2. und weil mich die Hoffnung trägt, dass das Potential ätherischer Öle zu den Arzt- und Heilpraktikerpraxen durchdringt und in eventuelle Therapie-Strategien (begleitend zur schulmedizinischen Behandlung) mit einbezogen wird.
3. für mich die Zeit gekommen ist mich von diesem speziellen Thema, das mich nun fast zwei Jahrzehnte beschäftigt hat, zu verabschieden. Das ist mein Abschiedsgeschenk. 🙂 Und ja, sorry, auch keine Seminare mehr zu dem Thema.

1. Was ist Borreliose?

Lyme-Borreliose ist eine vor allem durch Zecken übertragene bakterielle Infektionskrankheit, die bei Nichtbehandlung oder Nichterkennung zu einer Multi-Organ (System)-Erkrankung führen kann. Der Erreger der Krankheit sind Borrelien, gramnegative spiralförmige Bakterien, die zur Familie der Spirochäten gehören. Bisher bekannte Arten, die zu einer Lyme-Borreliose führen können: Borrelia burgdorferi sensu stricto, Borrelia garinii, Borrelia afzelii, Borrelia spielmannii. Die Bezeichnung Lyme-Borreliose setzt sich zusammen aus dem US-Ort Lyme, in dem das Krankheitsbild 1975 das erste Mal beschrieben wurde (gehäuftes Auftreten juveniler Arthritis) und dem Entdecker der Borrelien, Amédée Borrel. 1981 gelang Willy Burgdorfer, Arzt und Bakteriologe, erstmals der Nachweis der neu entdeckten Borrelia-Art aus Zecken und 1982 deren Anzucht. Ihm zu Ehren wurde das Bakterium nach ihm benannt.

2. Entwicklungsstadien der Zecke

Der Lebenszyklus einer Zecke fängt bei der Eiablage an. Aus den Eiern entwickeln sich geschlechtslose Larven, die bereits Borrelien in sich tragen können. Larven haben noch keine acht Beine wie die späteren Stadien der Zecke, sondern erst sechs. Sobald sie ihre erste Blutmahlzeit zu sich genommen haben, gehen sie in ihr zweites Entwicklungsstadium über – die Nymphe. Das ist bereits ein voll entwickeltes Milbentier mit acht Beinchen, aber immer noch geschlechtslos. Nach der zweiten Blutmahlzeit setzt der letzte Entwicklungszyklus ein. Es entwickeln sich Männchen und Weibchen. Während der letzten Blutmahlzeit des Weibchens, sendet sie Duftstoffe ab, die das Männchen anlocken. Das Männchen darf dann noch sein Sperma abgeben, um danach zu sterben. Das Weibchen brütet noch alle Eier aus und stirbt dann ebenso.

3. Verteidigungsstrategien der Borrelien

Biofilmbildung:
Biofilme bestehen aus einer Schleimschicht, in der sich die Mikroorganismen, in diesem Fall Borrelien, befinden. Sie schützen sich so vor dem Immunsystem. Biofilmkrankheiten neigen dazu chronisch zu werden.

Quorum Sensum:
Das Quorum Sensum (internationaler Begriff: Quorum Sensing) ist die chemische Kommunikation zwischen Biofilmen, um die Zelldichte der Population messen zu können. Hier verabreden sich quasi die Borrelien untereinander, wann es an der Zeit ist sich wieder zu vermehren.

Rückzug in sauerstoffarme Gebiete:
Da Borrelien zu den anaeroben Keimen gehören fühlen sie sich vor allem in sauerstoffarmen Gebieten des Körpers wohl. Gelenke, Knorpel, Hautoberfläche – überall dort, wo oral einzunehmende Medikamente nur ungenügend hingelangen.

Efflux-Pumpen:
Zusätzlich können Borrelien bestimmte Moleküle, wie z.B. Antibiotika, aus ihrer Zelle wieder herauspumpen, um die Konzentration in der Zelle auf einem unschädlichen Niveau zu halten. Auch dieser Mechanismus kann für eine Resistenz gegenüber einem Antibiotikum sorgen.

Umwandeln in verschiedene Formen:
Borrelien sind wahre Verwandlungskünstler. Wenn die Umgebung ihnen nicht zusagt, verwandeln sie sich in Formen, die ihnen ein Überleben garantiert. Bei der Gabe eines Antibiotikums, das gegen die Zellwandsynthese der Bakterien wirkt (z.B. Beta-Lactam-Antibiotika, wie Penicilline, Cephalosporine, etc), verwandeln sie sich einfach in eine zellwandlose Form und das Antibiotikum verpufft. Eine Ruheform, die Zyste, wurde ebenso bei Borrelien entdeckt, für Zeiten, in denen sie sich schlecht „ernähren“ können. Die Rückverwandlung in bewegungsfähige und vermehrungsfähige Formen findet dann wieder statt, wenn die Umgebung „komod“ ist, wie z.B. bei einer Gabe von Immunsuppressiva oder bei immunschwachen Zuständen eines Menschen.

Wie man sieht haben Borrelien verschiedene intellligente Taktiken entwickelt sich zu schützen und zu vermehren. Daher ist das Thema “Prophylaxe” so wichtig. Wie man sich am besten schützt mit den ätherischen Ölen und fetten Ölen, die uns zur Verfügung stehen habe ich bereits einmal in einem Artikel zusammengestellt:
Zeckenstich-Prophylaxe – was bietet uns die Natur an?

4. Eine Zecke hat zugestochen. Was tun?

Ganz wichtig ist das rasche Entfernen.
Und zwar so, dass die Zecke nicht gequetscht wird. Meiner Erfahrung nach geht das am besten mit einer vorne gebogenen Pinzette. Hier kann man ohne die Zecke zu quetschen unter dem “Blutsack” ansetzen, ganz nah an der Haut, und die Zecke nach oben rausheben.

Mein Dank geht an Reni Figl für dieses Foto während eines Seminares in Bozen.

Ist man ohne “Werkzeug” in der Natur unterwegs kann auch ein Haar gute Dienste leisten, indem man es nah an der Haut anlegt, eine Schlinge zieht und die Zecke “köpft”. Alle Viren oder Bakterien, die durch den Zeckenspeichel übertragen werden sind eh schon im Körper angelangt. Borrelien brauchen aber eine gewisse Zeit um sich von der Zecke in den nächsten Wirt zu bewegen. Daher ist hier rasches Handeln angesagt.

Falls man auf Nummer Sicher gehen möchte, kann man die Zecke aufheben und zur PCR-Untersuchung in ein Labor einschicken (Adresse siehe unten in den Links). Die Einstichstelle markieren, damit man eventuelle Veränderungen an der Haut besser dokumentieren kann. Sich selbst sollte man über mindestens einen Zeitraum von 4 Wochen beobachten. Kommt es während dieser Zeit zu einer Art grippaler Infekt, ohne die dazugehörigen Erscheinungen, wie Schnupfen und Husten, so liegt der Verdacht nahe, dass eine infizierte Zecke zugestochen hat. Bei einer beginnenden Wanderröte oder bei einem Krankheitsgefühl wie bei einem grippalen Infekt – sofort zum Arzt und behandeln lassen. Eine Blutuntersuchung ist da nicht mehr nötig. Eine Wanderröte ist beweisend für eine erfolgte Infektion. Hier sollte man nicht auf einen Bluttest warten, sondern sofort handeln. Bluttests sind erst sinnvoll sechs Wochen nach einem Stich, da sich während dieses Zeitraumes erst Antikörper bilden und die gängigen Bluttests nur nach Antikörpern suchen.

Prophylaktisch kann man nach einem erfolgten Zeckenstich eine ätherische Ölmischung verwenden, die ich die ersten drei Tage tatsächlich pur auftrage (tagsüber alle 2 Stunden, 1 Tropfen!) und nach drei Tagen dann verdünnt mit einem fetten Trägeröl (5%-ig bis runter auf 1%-ig) anwende, so lange, bis ein eventueller Bluttest nach 6 Wochen gemacht wurde.
Verdünnung:
5%-ig: 10 Tropfen der u.g. Mischung auf 10 ml fettes Öl (z.B. Olivenöl)
4%-ig: 8 Tropfen der u.g. Mischung auf 10 ml fettes Öl
3%-ig: 6 Tropfen der u.g. Mischung auf 10 ml fettes Öl
2%-ig: 4 Tropfen der u.g. Mischung auf 10 ml fettes Öl
1%-ig: 2 Tropfen der u.g. Mischung auf 10 ml fettes Öl

Notfall-Rezept (ÄÖ-Grundmischung) nach einem erfolgten Zeckenstich:
1 ml Teebaum (Melaleuca alternifolia)
1 ml Manuka (Leptospermum scoparium)
1 ml Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
2 ml Lavendel, fein (Lavandula angustifolia/officinalis/vera)

5. Auswahl an ätherischen Ölen bei Spät-Borreliose

Borrelien verfügen über eine Vielzahl an Verteidigungsmechanismen, wie bereits vorgestellt. Für einige dieser Abwehrmaßnahmen hat das Pflanzenreich uns ätherische Öle geschenkt, die auf diese Mechanismen wirken können.

ÄÖs Biofilm:
Wirksame ätherische Öle, die helfen den Biofilm aufzulösen oder durchlässiger zu machen, sind u.a.:
Teebaum (Melaleuca alternifolia)
Basilikum (Ocimum basilicum ct. Linalool)
Zimtrinde (Cinnamomum zeylanicum)
Spearmint (Mentha spicata)
Roter Eukalyptus (Eukalyptus camaldulensis)
Oregano (Origanum vulgare)
Bergbohnenkraut (Satureja montana)
Lemongrass (Cymbopogon flexuosus)
Weihrauch (Boswellia serrata).

Auf dem Aromatherapiekongress 2013 von Aroma-Forum International e.V. wurde diese Eigenschaft von einigen ätherischen Ölen explizit erwähnt. Es wurde dabei ebenso festgestellt, dass durch die gleichzeitige Gabe von ätherischen Ölen und Antibiotika vorher unwirksame Antibiotika wieder wirksam wurden – das Antibiotikum kommt wieder an den Platz des Geschehens ran und wird nicht durch einen Biofilm gehindert.

ÄÖs Quorum Sensum-Unterbinder:
Eine Studie hat festgestellt, dass vor allem folgende ätherische Öle besonders wirksam waren bei der Unterbindung des Quorum Sensum:
Rose (Rosa damaszena)
Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
Lavendel (Lavandula angustifolia)
Rosmarin (Rosmarinus officinalis ct. 1,8 Cineol)

Hier haben wir ein weiteres machtvolles Mittel an der Hand, indem wir quasi die Kommunikation der Biofilmkolonien untereinander durcheinander bringen und so ein gemeinsames Ausschwärmen zum Zwecke der Vermehrung ein wenig schwieriger machen.

ÄÖs Anti-Effluxpumpe:
Auch hier gibt es ätherische Öle, die den Effluxpumpen-Effekt unterbinden/erschweren. Marco Valussi hat auf der Botanica 2014 davon berichtet. Vor allem ätherische Öle mit dem Inhaltsstoff Geraniol sollen diesen Effekt haben. Im privaten Schriftverkehr hat er mir geschrieben, dass viele ätherische Öle, die das Quorum Sensing unterbinden auch einen Effekt auf den Efflux-Pumpen-Mechanismus haben.
Eine Auswahl:
Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
Petitgrain (Citrus aurantium)
Palmarosa (Cymbopogon martinii)
Lavendel (Lavandula angustifolia)
Melisse (Melissa officinalis)
Majoran (Origanum majorana).

Spezifisch auf Borrelien wirksame ätherische Öle:
Die bis 2017 einzige veröffentlichte in vitro-Studie, die sich mit der Wirkung auf Borrelien beschäftigt und bei der sich das ätherische Öle von Cistus incanus (NICHT ladanifer!) als potent wirksam erwiesen hat möchte ich gerne erwähnen. Leider ist dieses selten zu erhaltende ätherische Öl so gut wie nicht auf dem Markt zu finden.

Anmerkung: Man braucht das ätherische Öle von Cistus creticus/incanus definitiv NICHT um bei einer Therapie weiterzukommen. Bitte spart euch das Suchen nach diesem ätherischen Öl – ich habe nun mehrere Jahre bei meiner Quelle versucht dieses ÄÖ wieder zu erhalten – ergebnislos.

Aber es gibt Bewegung in der Sache. Yeah!

Eine neue Studie mit dem Team um Professor Zhang hat in 2017 eine in-vitro-Studie veröffentlicht, in der verschiedene ätherische Öle untersucht wurden. In dieser Studie der Zhang-Gruppe, in Zusammenarbeit mit Judith Miklossy, wurde die antibiotische Wirkung von ätherischen Ölen auf Borrelien-Persister der stationären Phase untersucht. Dazu wurden 34 verschiedene ätherische Öle in verschiedenen Konzentrationen (1 %, 0,5 %, 0,25 % und 0,125 %) getestet. Als Kontrolle wurde Daptomycin verwendet. 23 ätherische Öle waren wirksamer als 40 μM Daptomycin!
Selbst bei der Konzentration von 0,25 % zeigten fünf ätherische Öle eine bessere Wirksamkeit auf die Borrelienkultur der stationären Phase als 40 μM Daptomycin:
Oregano (Origanum vulgare)
Zimtrinde (Cinnamomum zeylanicum)
Gewürznelke (Syzygium aromaticum)
Citronella (Cymbopogon nardus)
Wintergrün (Gaultheria procumbens)

Bei einer Konzentration von 0,125 % zeigten Oregano, Zimtrinde und Gewürznelke eine vergleichbare oder bessere Aktivität als 40 μM Daptomycin.
(Selective Essential Oils from Spice or Culinary Herbs Have High Activity against Stationary Phase and Biofilm Borrelia burgdorferi
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5641543/ )

Mittlerweile hat die Gruppe um Prof. Zhang weitere ätherische Öle getestet, veröffentlicht im Februar 2018. Es wurden noch niedrigere Ätherisch-Öl-Konzentrationen getestet als in der Studie vom Vorjahr. Die Ergebnisse:
Bei einer Einsatzkonzentration von 0,1% zeigten nachfolgende ätherische Öle die besten Ergebnisse:
Knoblauch (Allium sativum)
Piment (Pimenta dioica)
Myrrhe (Commiphora Myrrha)
Gingerlily, deutscher Name: Lilien-Ingwer (Hedychium spicatum)
Litsea Cubeba (Litsea cubeba)

Als besonders wirksam (bei einer nur 0,05%-igen Verdünnung!) hat sich das ätherische Öl des Knoblauch erwiesen.
(Additional Essential Oils with High Activity against Stationary Phase Borrelia
http://dx.doi.org/10.1101/260091 )

In 2019 wurde eine weitere in-vitro-Studie veröffentlicht, die die Wirkung von ätherischen Ölen auf Bartonellen (Co-Infektion bei Zeckenstichen) untersucht hat.
Wer sich hierzu auch einlesen möchte, sei diese Studie ans Herz gelegt:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6963529/

6. Wie nun einsetzen?

Hier sind mehrere Varianten vorstellbar: kutan oder/und innerlich und wenn, dann begleitend zur schulmedizinischen Behandlung. Alle Varianten haben eines gemeinsam: Sie sind nicht wissenschaftlich untersucht. Alle Studien zu dem Komplex “Ätherische Öle bei Borreliose” sind in vitro-Studien und müssen erst durch in vivo-Studien gestützt werden. Alle therapeutischen Versuche sind also bisher nicht durch die Wissenschaft gedeckt und bleiben so in der gewissenhaften Verantwortung von ausgebildeten Therapeuten und Ärzten. Bitte auch bedenken, dass Borreliose in einigen Bundesländern Deutschlands meldepflichtig ist und ein Behandlungsverbot für Heilpraktiker bestehen kann.

Wer nun wissen möchte, wie mein persönliches Vorgehen war und was mich dazu veranlasst hat kann dies gerne in meiner Facharbeit nachlesen:
http://www.aromacampus.de/facharbeit/maurer-de/mobile/index.html

Von Selbstversuchen rate ich dringend ab!

Die Inhalte dieses Artikels geben den aktuellen, wissenschaftlichen Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder und wurden nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dennoch kann dies niemals eine medizinische Beratung und Diagnose ersetzen. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Allgemeinarzt.

7. Adressen, weiterführende Links
– Labor für PCR-Untersuchungen von Zecken: synlab Services GmbH, Gubener Straße 39, 86156 Augsburg, Telefon 0821 52157-0, www.synlab.de
– Forum zum Austausch für Betroffene: www.forum.OnLyme-Aktion.org
– Ärzteliste, aufgeschlüsselt in Privat- und Kassenärzte: http://www.borreliose-nachrichten.de/wp-content/uploads/2012/03/borreliose-aerzte-liste_2014-07-18.pdf

8. Empfehlenswerte Bücher:
– Dr. Hopf-Seidel: Krank nach Zeckenstich – Borreliose erkennen und wirksam behandeln ISBN 3426873923
– Birgit Jürschik-Busbach : Die verschwiegene Epidemie: Zeckenstich-Borreliose. Hilflose Patienten, ratlose Ärzte. ISBN 3981410501
Dr. Bernd-Dieter Huismanns und Dr. Wolfgang Klemann: Langzeitbehandlung mit Antiinfektiva bei persistierender Borreliose mit Borrelien-DNA-Nachweis durch PCR ISBN 3640193849

9. Quellen und Literaturangaben, die nicht bereits im Text explizit verlinkt wurden:
– Doktorarbeit “Das antiphlogistische und antimikrobielle Potential von Korianderöl und dessen Fraktionen”, vorgelegt 2007 von Vagma Djallalzada http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/5661/pdf/doktorarbeitpdfversion.pdf
– Untersuchungen zur antibakteriellen Wirkung von Teebaumöl auf Porphyromonas gingivalis, Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades doctor medicinae dentariae (Dr. med. dent.), vorgelegt dem Rat der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena von Katharina Funke http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-23444/Funke/Dissertation.txt
– Growth inhibiting activity of volatile oil from Cistus creticus L. against Borrelia burgdorferi s.s. in vitro http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20432627
– Inhibition of quorum-sensing signals by essential oils http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19827025?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=2
– The effect of Mentha spicata and Eucalyptus camaldulensis essential oils on dental biofilm. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19659716?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=3
– In vitro activity of carvacrol against staphylococcal preformed biofilm by liquid and vapour contact. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19429756?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=4
– Anti-biofilm properties of Satureja hortensis L. essential oil against periodontal pathogens. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19285147?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=5
– In vitro anti-biofilm activity of Boswellia spp. oleogum resin essential oils. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19146534?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=6
– Effects of tea tree (Melaleuca alternifolia) oil on Staphylococcus aureus in biofilms and stationary growth phase. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19095413?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=7
– Antibacterial effect of tea-tree oil on methicillin-resistant Staphylococcus aureus biofilm formation of the tympanostomy tube: an in vitro study. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18210750?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=15
– The anti-biofilm activity of lemongrass (Cymbopogon flexuosus) and grapefruit (Citrus paradisi) essential oils against five strains of Staphylococcus aureus. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22862808
– Ixodes ricinus: Wie man sich vor Zecken schützt (Wirksamkeit von Kokosöl) http://www.aerzteblatt.de/archiv/160811/Ixodes-ricinus-Wie-man-sich-vor-Zecken-schuetzt
http://de.wikipedia.org/wiki/Lyme-Borreliose
– Enhancement of the Norfloxacin Antibiotic Activity by Gaseous Contact with the Essential Oil of Croton zehntneri
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3019373/
– Essential oils from Moroccan plants as potential chemosensitisers restoring antibiotic activity in resistant Gram-negative bacteria
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21752605
– Anti-quorum sensing activity of essential oils from Colombian plants
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21936639
– Inhibition of quorum sensing regulated bacterial functions by plant essential oils with special reference to clove oil
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19627477
– Essential Oils and Future Antibiotics: New Weapons against Emerging‘Superbugs’?
https://www.researchgate.net/publication/253567306_Essential_Oils_and_Future_Antibiotics_New_Weapons_against_Emerging%27Superbugs%27
– The repellent efficacy of eleven essential oils against adult Dermacentor reticulatus ticks
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28645519

Bleibt gesund!

©Copyright 2021 Dufthandwerk Anja Maurer. – All rights reserved.


Lebendiges Holz für unsere Düfte – Teil II

Es gibt Neuigkeiten aus der Werkstatt von Dufthandwerk. Wir waren wieder kreativ.

Tadaa! Darf ich vorstellen – unsere Duftstein-Säulen aus Holz. Sie sind passend für 5 bzw. 10 ml ätherisch Öl-Fläschchen mit einem Bodendurchmesser bis zu 27 mm. Wir bieten zwei Varianten an – einmal als Tischaufsteller und einmal als Holz-Säule. Manche mit, manche ohne Rinde. Bei beiden Varianten ist der Duftstein bereits enthalten. Aber das ist noch nicht alles. Handgesiedete Seifen brauchen eine schönen (Abtropf-) Rahmen und den bieten wir euch jetzt auch an: Seifenschalen aus Holz mit halbrunden Glasperlen.

Ein Duftstein ist die leise und intime Variante einer Raumbeduftung. Der Wirkradius ist sehr gering und bietet sich in Situationen an, wo man den Duft nicht weit streuen und lieber “bei sich” halten möchte wie z.B. am Büro-Arbeitsplatz, am Lernort, am Nachtkästchen, am stillen Örtchen. Es reichen oft, je nach verwendetem ätherischen Öl, 2-3 Tropfen aus um eine sehr intime und dezente Beduftung zu ermöglichen. Es kann natürlich auch nachgeträufelt werden. Es empfiehlt sich bei einer Duftausrichtung zu bleiben, damit sich auf dem Duftstein keine Duft-Kakophonie bildet. Vanille, Benzoe und Tonka schmiegen sich an die meisten anderen ätherischen Öle an. Wer kein Einzelöl benutzen möchte kann natürlich auch zu ätherischen Duftmischungen greifen.

Handgesiedete Seifen sollten immer gut abtropfen und abtrocknen können. Genau für diesen Zweck sind unsere Seifenschalen konzipiert. Holz ist ein lebendiges Produkt und möchte gerne auch so behandelt werden. Das bedeutet, dass die Schalen ab und zu mit Wasser gereinigt werden sollten und wer es dann nach dem Durchtrocknen besonders gut mit ihnen meint darf sie auch mit ein wenig fettem Öl (Olivenöl z.B.) streicheln. Nur wenig davon reicht völlig aus. Die Seifenschale dankt dies mit längerer Lebensdauer und erstrahlt nach solch einer Behandlung wieder in frischem Glanz.

Unser ganzes Sortiment findest du hier. *klick*


Duftstein-Säule

Durchmesser des Loches für die Ätherisch-Öl-Flasche: 27 mm
Bearbeitung: geschliffen und geölt
Features: incl. Duftstein
Preis: 19,50 €
+ Porto und Verpackung

Duftstein- Tischaufsteller

Durchmesser des Loches für die Ätherisch-Öl-Flasche: 25 mm
Bearbeitung: geschliffen und geölt
Features: incl. Duftstein und Filzgleiter
Preis: 16,50 €
+ Porto und Verpackung

Mehr (und andere) Tischaufsteller findest du hier.

Seifenschalen

Durchmesser der Schale: ca. 8-10 cm (kann je nach Astdurchmesser natürlich variieren)
Bearbeitung: geschliffen und geölt
Features: Glassteine und Füße
Preis: 15,00 €
+ Porto und Verpackung

Da wir noch kein Shop-System implementiert haben läuft die Bestellung einfach per Mailanfrage. Versendet wird sobald das Geld auf meinem Konto eingegangen ist. Ich bitte um Verständnis für Vorkasse.

Bitte gib bei der Bestellung an welches Stück du möchtest, die Anzahl und an welche Adresse versendet werden soll. Du erhälst von mir eine handgefertigte Bestätigungsmail – hier ist noch nichts automatisiert.

Kommt alle gut durch den Winter und bleibt gesund!


Mit drei ätherischen Ölen durch den Winter

Kennt ihr das auch? Ihr möchtet gerne ein Rezept für einen Erkältungsbalsam, googelt rum und findet dazu auch zig Rezepte, aber die Zutatenliste ist ellenlang. Ganz genauso kann es dir gehen, wenn du Tipps zur Raumbeduftung suchst oder Vorschläge zur Erkältungsprophylaxe.

Heute möchte ich dir zeigen, dass schon drei ätherische Öle reichen, um gut durch den Winter zu kommen. Die Rezepte sind bewusst einfach gehalten, damit sich niemand durch eine ellenlange Zutatenliste abschrecken lässt. 🙂 Ich habe mich für folgende drei ätherische Öle entschieden: Cajeput, Zitrone und Bergamotte. Alle drei ätherischen Öle sind Kopfnoten und gut für einen Diffusor oder die Duftlampe geeignet. Keiner dieser Düfte klebt den ganzen Tag an deinem Körper – du erhälst zarte Duftimpulse, die dich gut durch den Winter bringen können.

Cajeput (Melaleuca leucadendra oder Melaleuca cajeputi)
Cajeput stammt aus der Familie der Myrtengewächse und sein Duftprofil ist frisch, klärend, hell und klar. Riecht man an einem Cajeputfläschchen kommen einem sofort Assoziationen, wie Erkältungsbalsam, Schnupfen, freies Atmen oder auch Hustenbonbon.
Der Hauptinhaltsstoff, das 1,8 Cineol, ist ein Oxid. Es ist das ätherische Öl in Erkältungs- und Schnupfenzeiten, das auch schon bei Kindern eingesetzt werden kann (natürlich in sehr niedriger Dosierung).
Cajeputöl ist durchblutungsfördernd, schmerzlindernd, in niedriger Dosierung schleimlösend und ist sehr hilfreich in der Prophylaxe von Erkältungskrankheiten. Es kann also recht breit eingesetzt werden und in entsprechender Dosierung auch von Kindern ab 1 Jahr bereits genutzt werden. Siehe dazu auch die Dosierungsempfehlungen auf der Seite von Aromamama, die von Sabrina Herber und Eliane Zimmermann gepflegt wird.

Zitrone (Citrus limonum)
Die Zitrone gehört zu den Rautengewächsen und ihr Duftprofil ist zitronig, frisch, belebend und aufmunternd. Da das ätherische Zitronenöl (meist) kaltgepresst wird kennt eigentlich jeder diesen Duft. Rieche an einer Zitronenschale und du hast den Geruch des ätherischen Öles in der Nase (nur etwas dezenter). Das ätherische Öl enthält bis zu 95% Monoterpene. Das macht das Öl hautreizend. In entsprechender Verdünnung kannst du das natürlich umgehen. Aber meine bevorzugte Anwendung in der Winterzeit ist die Raumbeduftung mittels dieses ätherischen Öles. Zitronenöl kann die Keimlast in der Luft verringern und sorgt gleichzeitig durch seinen erfrischenden Duft für gute Laune. Das ist eine große Stärke dieses ätherischen Öles und macht es zu einem idealen Begleiter während der Winterzeit.

Bergamotte (Citrus aurantium sep. bergamia)
Die Bergamotte stammt aus der Familie der Rautengewächse wie die Zitrone auch. Fast jeder kennt den Duft der Bergamotte. Im Kölnisch Wasser ist es enthalten und der Earl Grey Tee wird damit beduftet. Die Zitrusfrucht wird vor allem wegen ihres Duftes angebaut. Nur ein kleiner Landstrich in Kalabrien, Italien, ist das Hauptanbaugebiet. Es gibt noch ein paar andere Gegenden, in denen die Bergamotte angebaut wird – die Qualität aus Kalabrien gehört aber zu den besten. Das ätherische Öl der Bergamotte wird gerne als Lichtbringer bezeichnet. Das in Spuren enthaltene Methylanthranilat hat eine starke antidepressive Wirkung. Linalylacetat und Linalool machen dieses Öl  zu einem hautfreundlichen Produkt. Doch Vorsicht bei Sonneneinstrahlung! Die enthaltenen Furocumarine wirken fotosensibilisierend. Ein Sonnenbad sollte also vermieden werden, wenn wir uns mit Bergamotte-Öl verwöhnen möchten. Zusätzlich zu diesen stimmungsaufhellenden Eigenschaften dieses ätherischen Öles wirkt die Bergamotte antibakteriell und antiviral und macht sie so zu einem Duft, der sowohl auf der körperlichen als auch auf der psychischen Ebene stark unterstützend sein kann.

Sowohl für das Zitronenöl als auch für das Bergamotteöl gilt:
Diese ätherischen Öle werden durch Pressung gewonnen, nicht durch Wasserdampfdestillation wie die meisten ätherischen Öle. Daher sollte hier besonders auf kontrolliert biologische Ware geachtet werden. Insektizide und Pestizide gelangen bei diesem Verfahren sehr viel leichter in das Endprodukt.

Rezepte

Raumbeduftung
Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Raum zu beduften. Ein Diffusor, Vernebler, ein Duftstein, eine Duftlampe, ein nasses Handtuch auf der Heizung – all dies sind Möglichkeiten einen Raum zu beduften. Es kommt auch auf die Größe des Raumes an für welche Möglichkeit man sich entscheidet. Je größer der Raum, desto eher sollte man zu einem Diffusor greifen. Je kleiner und intimer, desto eher eignen sich Duftsteine oder Duftlampen mit einer Kerze. Auch der Geräuschpegel spielt eine Rolle. Für mich muss z.B. im Schlafzimmer eine Beduftung vollkommen geräuschlos ablaufen. Da bieten sich dann eher Duftlampen mit einer Kerze, ein Duftstein auf dem Nachttischchen oder das Handtuch über der Heizung an. Je nach Raumgröße (und verwendetem ätherischen Öl) sollten drei bis sieben Tropfen für eine Beduftung ausreichend sein. Es empfiehlt sich grundsätzlich mit wenigen Tropfen anzufangen, den bedufteten Raum zu verlassen und nach kurzer Zeit wieder zu betreten. Ist dann der Duft ganz zart wahrnehmbar ist die Dosierung richtig. Bei der Raumbeduftung sollte niemals dauerbeduftet werden. Duftpausen also unbedingt einplanen.
Hier würde ich sowohl Zitronen- als auch Bergamotteöl zur Beduftung empfehlen, weil beide Öle olfaktorisch punkten können. Beide ätherischen Öle können sowohl einzeln als auch in Kombination eingesetzt werden. Wer Cajeput zu seinen Lieblingsdüften zählt darf natürlich auch gerne dieses ätherische Öl zur Raumbeduftung einsetzen.

Xylit- oder Zuckerkügelchen
Zutaten:
1 Braunglasfläschchen, 5 ml, mit Globuli-Verschluss
1 Tropfen ätherisches Bergamotteöl (lebensmittelzertifiziert)
1 Tropfen ätherisches Zitronenöl (lebensmittelzertifziert)
Birkenzuckerkügelchen, Größe  3

Man nehme ein 5 ml Braunglasfläschchen, träufle da hinein jeweils ein Tropfen Bergamotte und ein Tropfen Zitrone und schwenke das Glas ein wenig, so dass die Seitenwände mit den zwei Tröpfchen benetzt sind. Nun füllt man das Glas mit Xylit-(=Birkenzucker) Kügelchen auf, schüttelt es ordentlich durch und wartet so fünf bis zehn Minuten, bis die Kügelchen den Geschmack der ätherischen Öle aufgenommen haben. Bitte hier auf lebensmittelzertifizierte ätherische Öle zurückgreifen, wie z.B. von Vegaroma.

Zwei bis drei der Kügelchen kann man zur Prophylaxe während der S-Bahn-Fahrt dann im Mund zergehen lassen.

Beduftete Papiertaschentücher
Du kannst auch deine Papiertaschentücher beduften. Einfach einen einzigen Tropfen ( Cajeput, Zitrone oder Bergamotte) in die Mitte der Packung auf die Tempos geben. Nach einer Minute schon duften deine Taschentücher danach. Du kannst nun solch ein Duft-Taschentuch entweder tatsächlich zum Nase putzen verwenden oder einfach als Riech-Tuch unter deine Nase halten.

Gurgelsalz
Dazu wird auf einen halben Teelöffel naturbelassenes Salz 1 Tropfen von ätherischem Zitronenöl (oder Cajeput, Bergamotte) gegeben und diese Mischung dann in ein lauwarmes Glas Wasser gegeben und nach dem Auflösen des Salzes kann damit gegurgelt werden.

Brustbalsam oder -öl
Einen schnellen Erkältungsbalsam kannst du mit Kokosfett herstellen. Das haben viele zuhause im Kühlschrank zum Braten. Für eine Einmalanwendung mischst du einen guten Teelöffel voll Kokosfett mit zwei Tropfen Cajeput, einem Tropfen Zitrone und einem Tropfen Bergamotte.
Hast du kein Kokosfett zur Hand kannst du auch zum Olivenöl greifen, das zusätzlich noch einen wärmenden Effekt hat. Hier mischst du einen Teelöffel voll Olivenöl mit zwei Tropfen Cajeput und je einem Tropfen Zitrone und Bergamotte.

Nasenbalsam oder -öl
Um Viren und Bakterien den Eintritt in den Körper zu erschweren kann ein Nasenbalsam sehr hilfreich sein. Hier würde ich nur zum ätherischen Cajeputöl greifen, weil sowohl Zitronen- als auch im besonderen Maße das Bergamotteöl an sonnenexponierten Stellen fotosensibilisierend wirken können. Hier kannst du ebenfalls entweder Kokosfett oder Olivenöl verwenden.
1 Teelöffel Kokosfett, 4 Tropfen ätherisches Cajeputöl ODER
1 Teelöffel Olivenöl, 4 Tropfen ätherisches Cajeputöl
Von dieser Mischung braucht man nur ganz wenig auf dem Nasenrücken und den Nasenflügeln zu verteilen. Hier bräuchtest du also ein kleines Gefäß in dem du die Mischung aufbewahrst. Übrigens: die Mischung ist auch wunderbar als Prophylaxe geeignet, während man z.B. im öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist. Auch das Atmen unter einem Mund-Nase-Schutz ist so deutlich angenehmer.

Riechsalz
Riechsalz ist eine ganz einfache Methode um einen Duft für unterwegs immer in der Tasche dabei zu haben. Dazu füllst du eine 5 ml Braunglasflasche mit naturbelassenem Salz auf und gibst ca. 5 Tropfen ätherischen Öles dazu. Hier kannst du deiner (Duft-) Vorliebe freien Lauf lassen und sowohl alle drei ätherischen Öle einsetzen, als auch nur eines dieser Öle verwenden. Leere ätherisch-Öl-Flaschen enden bei mir übrigens meist als Riechsalz – so wird auch noch der letzte Tropfen dieser wertvollen Substanzen genutzt.

Tischaufsteller für drei ätherische Öle
Werbung in eigener Sache
Und möchtest du nun deine drei ätherischen Öle auch schön aufbewahren bieten sich hier meine Tischaufsteller dazu an.

Durchmesser der Löcher: 25 mm
Bearbeitung: geschliffen und geölt
Features: Filzgleiter
Preis: Eröffnungsangebot bis zum 10.12.2020 12,00 € (danach 15,00 €)
+ Porto und Verpackung

Unser ganzes Sortiment findest du hier. *klick*

Da wir noch kein Shop-System implementiert haben läuft die Bestellung einfach per Mailanfrage. Versendet wird sobald das Geld auf meinem Konto eingegangen ist. Ich bitte um Verständnis für Vorkasse.

Mehr dieser Tischaufsteller findest du hier.

Kommt alle gut durch den Winter und bleibt gesund!

Vielen Dank an: Bild “Geeister Ast” von Jorge Guillen auf Pixabay


Lebendiges Holz für unsere Düfte

Dufthandwerk geht neue Wege.

Dieses Jahr hatte/hat es in sich. Viele Lebensentwürfe wurden auf den Kopf gestellt. Bei Dufthandwerk war das nicht anders. Neue Lebensumstände brauchen neue Konzepte.

Mein Mann hat mir schon oft schöne Dinge aus Holz hergestellt, die ich auch gerne gezeigt habe. Und jedesmal kam die Frage auf, ob er das denn nicht auch für andere machen könnte. Und jetzt kann ich sagen: Ja, er kann und möchte das auch gerne tun.

Dufthandwerk bietet also ab sofort Einzelstücke an zur Duftpräsentation. Auf dem Tisch oder an der Wand – jedes Stück ein Unikat. Alle Holzgestelle sind geschliffen und geölt. Wir verwenden heimisches Holz und arbeiten MIT dem Holz. Das bedeutet, dass Äste enthalten sein dürfen, Astlöcher und sogar der Borkenkäfer darf bei unseren Hölzern seine malerischen Bahnen durch das Holz zeigen.

Da wir noch kein Shop-System implementiert haben läuft die Bestellung einfach per Mailanfrage. Versendet wird sobald das Geld auf meinem Konto eingegangen ist. Ich bitte um Verständnis für Vorkasse.

Unser ganzes Sortiment findest du hier. *klick*

Voilà – hier sind die ersten Stücke aus unserer Duftwerkstatt. Wir fangen mit den Tischaufstellern an. Da jedes Stück ein Unikat ist kann deine Bestellung etwas von dem Bild abweichen. Und natürlich verkaufen wir ohne Inhalt. Bitte vergewissere dich auch, dass deine Fläschchen den richtigen Durchmesser haben. Wir haben bei unseren Testbestückungen festgestellt, dass z.B. die Fläschchen der Firma Eschgfeller einfach einen Ticken mehr Durchmesser haben. Um hier Enttäuschungen zu vermeiden bitte auf unsere Empfehlung achten. Danke. 🙂

Tischaufsteller, 3-Loch, für ätherische Öle, 5 und 10 ml

Durchmesser der Löcher: 25 mm
Bearbeitung: geschliffen und geölt
Features: Filzgleiter
Preis: Eröffnungsangebot bis zum 10.12.2020 12,00 € (danach 15,00 €)
+ Porto und Verpackung

Tischaufsteller, 5-Loch, für ätherische Öle, 5 und 10 ml

Durchmesser der Löcher: 25 mm
Bearbeitung: geschliffen und geölt
Features: Filzgleiter
Preis: Eröffnungsangebot bis zum 10.12.2020 15,00 € (danach 18,00 €)
+ Porto und Verpackung

Tischaufsteller, 12-Loch, für ätherische Öle, 5 und 10 ml

Durchmesser der Löcher: 25 mm
Bearbeitung: geschliffen und geölt
Features: Filzgleiter
Preis: Eröffnungsangebot bis zum 10.12.2020 19,00 € (danach 23,00 €)
+ Porto und Verpackung

Tischaufsteller, 2- oder 3-Loch, für Hydrolate, 50 und 100 ml Glasflasche

Durchmesser der Löcher: 50 mm
Bearbeitung: geschliffen und geölt
Features: Filzgleiter
Preis: Eröffnungsangebot bis zum 10.12.2020
Für 2-Loch-Aufsteller 12,00 € (danach 15,00 €)
Für 3-Loch-Aufsteller 15,00 € (danach 18,00 €)
+ Porto und Verpackung

Und hier geht’s zum Teil II “Lebendiges Holz für unsere Düfte”.

Gerne fertigen wir natürlich auch spezielle Tischaufsteller (mehr Löcher, bestimmte Länge, anderer Lochdurchmesser, etc). Anfragen bitte per Mailformular.
Bitte gib bei der Bestellung an welches Stück du möchtest, die Anzahl und an welche Adresse versendet werden soll. Du erhälst von mir eine handgefertigte Bestätigungsmail – hier ist noch nichts automatisiert.

Ich freue mich.


Harzsalbe

Unsere Hände werden zur Zeit sehr strapaziert. Wir waschen uns öfter als sonst die Hände. Wir benutzen Desinfektionsspray oder-gele. All diese Maßnahmen dienen dazu die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus geringer zu halten und sind sicher gut zu heißen.

Aber wie geht es euren Händen dabei? Habt ihr auch schrundige Hände, trocken, gerötet, strapaziert? Meine sind es. Sehr.

Die Harzsalbe wird eigentlich als Schrunden- und Zugsalbe genutzt, aber sie tut eben auch wohltuende Dienste bei sehr beanspruchten, sehr spröden Hände.

Als ich vor ein paar Tagen in unserer Weiherhütte war haben die Lärchenbretter Harz ausgesondert. Dieses Harz habe ich mir auf meine geschundenen Hände geschmiert und einen Ringelblumenbalsam mit ein wenig Aloe Vera-Gel darüber gegeben, Baumwollhandschuhe drübergezogen und mich am nächsten Tag darüber gefreut, dass meine Hände wieder etwas erholter aussahen als die Wochen davor. Da die Lärchenbretter ja nicht ständig Harz absondern bin ich heute mit einem Baumwollsäckchen in unseren Wald gewandert auf der Suche nach harzenden Nadelbäumen und mit ca. 40 Gramm Harz nachhause gekommen.

Bitte achtet beim Harzsammeln darauf, dass ihr dem Baum nur wenig entnehmt. Er braucht ja dieses Harz um eine Wunde zu verschließen. Sucht lieber mehr Bäume auf als nur von einem einzigen Baum zu ernten. Seht davon ab die Wunde des Baumes auszuräubern, sondern konzentriert eure Suche lieber nach den harzigen Stellen, die am Baum entlanglaufen. So darf der Baum weiter seine Wunde schützen und ihr entnehmt nur überschüssiges Harz.
Ein weiterer Vorteil des Selbersammelns ist der Waldspaziergang an sich. Genießt die Düfte um euch rum, lasst euch Zeit zum Sammeln, bedankt euch bei den Bäumen für ihre Gaben.
Wer derzeit nicht rauskommt in den Wald, kann natürlich auch Harz bestellen. Meistens wird Kiefernharz angeboten.

Was ist eine Harzsalbe (oder auch Pechsalbe)?
Ganz einfach ausgedrückt ist dies eine Salbe, die aus Harz, einem fetten Öl und Bienenwachs besteht. Bei der Zusammensetzung kann man immer etwas variieren, aber das Grundprinzip bleibt gleich. Man braucht ca. doppelt so viel fettes Öl als das Harz, das man gesammelt hat. Auf 10% der Harz-Öl-Menge berechnet man das Bienenwachs, das für die Festigkeit der Salbe sorgt.

Bei mir waren es heute 37 Gramm Harz. Also brauche ich dazu die doppelte Menge an fettem Öl – also 74 Gramm. Meine Wahl fiel heute auf Jojobaöl, Callophyllumöl und Lanolin anhydrid. Das ergibt dann eine Gesamtmenge von 111 Gramm (Harz + Ölmischung). Davon 10% ergibt 11 Gramm Bienenwachs.

Mein genaues Rezept lautete:
37 Gramm Harz (frisches und altes gemischt)
10 Gramm Callophyllumöl
10 Gramm Lanolin anhydrid
54 Gramm Jojobaöl
11 Gramm Bienenwachs

Zubereitung:
Harz in ein Baumwollsäckchen geben und dieses dann in ein Marmeladenglas geben. Denkt daran, dass ihr dieses Glas nicht mehr völlig sauberbekommt. Darüber die Ölmischung schütten und alles im Wasserbad für ca. eine Stunde leicht simmern lassen. Das Harz löst sich im Öl so gut wie komplett auf. Das Baumwollsäckchen hält Holzreste und andere unerwünschte Beigaben zurück. Nach dieser Zeit entnimmt man das Baumwollsäckchen und drückt es etwas aus. Wer ganz auf Nummer Sicher gehen möchte filtert nun das Öl-Harzgemisch nochmal z.B. mit einer Feinstrumpfhose. Ich geb’s zu – ich mach das nicht. Mir reicht mein Baumwollsäckchen als Filtermethode völlig aus. Mir ist auch noch nie eine Harzsalbe verdorben. Nun darf das Bienenwachs mit zum Harz-Öl-Gemisch. Wieder ins Wasserbad und so lange simmern lassen, bis das Bienenwachs vollständig aufgelöst ist. In saubere Tiegel abfüllen, erkalten lassen. Fertig.

Fertige Harzsalbe.

Variationen:
Geeignete fette Öle sind z.B. Jojobaöl, Olivenöl, Callophyllumöl (in geringer Menge), Rapsöl, Wiesenschaumkrautöl – alle Öle sollten oxidationsstabil sein.

Ein Anteil Lanolin anhydrid in der Ölmischung sorgt dafür, dass du einen Emulgator (und zusätzlich einen sehr pflegenden Bestandteil) dabei hast.

Geeignete ätherische Öle sind z.B. Lavendel, Karottensamen, Rosengeranie, Patchouli, Palmarosa oder Linaloeholz. 2 Tropfen ätherischen Öles auf ca. 10 Gramm Gesamtmenge deiner Mischung (incl. dem Bienenwachs).

Bienenwachsalternative ist z.B. Beerenwachs, das du 1:1 austauschen kannst. Die härteren Wachse wie Candelilla- oder Carnaubawachs können ebenso genutzt werden. Dann aber nur zu einem Anteil von 5% der Harz-Ölmischung.

Geeignete Kräuter oder Blüten, die du in die Simmermischung dazugeben kannst: Ringelblumen, Kamilleblüten oder Lavendelblüten.

Anwendung:
Nach jeder Handwäsche eine erbsengroße Menge mit einem Spritzer Aloe Vera-Gel auf den Händen verteilen. Wer kein Aloe Vera Gel da hat gibt den Balsam einfach auf die noch leicht feuchten Hände. Das in meinem Rezept enthaltene Lanolin dient dabei als Pflegemittel und als Emulgator.

Möchtest du die Salbe als Schrunden- oder Zugsalbe nutzen, so kannst du sie pur verwenden.

Fragen meiner Leser:
1. Kann ich das Callophyllumöl in deinem Rezept ersetzen?
Aber ja, natürlich. Oben in der Rubrik “Variationen” findest du genügend Alternativen für deine eigene Harzsalbe.
2. Können allergische Reaktionen auftauchen?
Auch hier lautet die Antwort: Ja, natürlich. Bekannt ist diese Allergie oft unter dem Namen Papierallergie (oder eben Kolophoniumallergie), weil man dort sehr häufig Kolophonium (Harzprodukt aus Nadelgehölzen) eingesetzt hat. Auch in Kosmetikprodukten ist dies ab und zu zu finden. Geigenspieler kennen das Kolophonium auch. Wer also unter dieser Allergie leidet kann leider den Harzbalsam nicht für sich nutzen.
3. Muss Lanolin enthalten sein?
Nein, muss es auch nicht. Du kannst entweder andere Emulgatoren mit einsetzen oder sie auch ganz weglassen. Die Haptik und auch die Verteilbarkeit in Verbindung mit einem wässrigen Anteil wird darunter ein wenig leiden, aber das ist nicht so ausschlaggebend.
4. Was passiert, wenn ich den Anteil an Harz erhöhe oder niedriger ansetze?
Höherer Anteil an Harz: Es wird langsam sehr klebrig werden, der Auftrag auf die Hände schwerer fallen, das Harz wird sich eventuell nicht komplett in deinem Öl auflösen.
Niedrigerer Anteil an Harz: Es wird leichter auf der Haut verteilt, die Schutzwirkung (=Filmbildung) des Balsames wird langsam abnehmen. Ein Anteil von einem Drittel der Öl-Harzmenge reicht aber immer noch aus, um einen guten Schutz zu gewährleisten.

Ich wünsche euren Händen samtige Zeiten.


Ganztagesseminar: Der Einsatz ätherischer Öle bei Borreliose

Auch 2020 gibt es wieder die Möglichkeit dieses Seminar im Hunsrück bei Vivere Schule für Aromatherapie und Aromapflege zu buchen.

Ganztagesseminar in Leisel im Hunsrück

Termin: 27.10.2020, ab 9:30 Uhr
Veranstaltungsort: ViVere – Schule für Aromatherapie und Arompflege, Am Geissler 10,
55767 Leisel
Teilnehmerkreis: Alle Interessierte, Heilpraktiker, Ärzte, Pflegepersonal und Apotheker, Vorkenntnisse nicht erforderlich
Beitrag: 160,00 €

Anmeldung und genauere Infos bei ViVere: https://www.vivere-aromapflege.de/der-einsatz-aetherischer-oele-bei-borreliose

Seminarinhalt:

Borreliose ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern. Sowohl in der Schul-und Komplementärmedizin stellt es sich oft als schwierig heraus, Borreliose sicher zu diagnostizieren und zu therapieren. Vor allem in der Spätphase dieser Krankheit stehen mehr Fragezeichen im Raum, als es Antworten gibt. In diesem Seminar wird aufgezeigt, wie erfolgreich der Einsatz ätherischer Öle die schul-und komplementärmedizinischen Therapien begleitend unterstützen kann.

Der beste Schutz vor Borreliose ist die Prävention. Was kann jeder tun, um sich ausreichend zu schützen? Auf diese Fragen erhalten Sie Antworten von Anja Maurer,die durch eigene Betroffenheit sich auf Spurensuche begeben hat. Durch ihre Mitarbeit in der Arbeitsgruppe zur Erstellung der neuen Leitlinien für Borreliose als Mitglied des Patientenvereines OnLyme-Aktion.org, Zeckenbündnis für übertragene Zeckenkrankheiten e.V., hat sie Einblick in wissenschaftliches Arbeiten und die Studienlage erhalten. Ihre Facharbeit (Ätherische Öle bei Spät-Borreliose – drei Fallbeispiele), die sie im Rahmen ihrer Ausbildung zur ärztlich geprüften Aromapraktikerin erstellt hat, kann beim Aromacampus nachgelesen werden.

Inhalte:

  • Fallbeispiele
  • Erfahrungswerte
  • Neue Erkenntnisse aus wissenschaftlicher Sicht
  • Prävention und ausreichender Schutz mit ätherischen Ölen und fetten Pflanzenölen

Praxis

  • Mischen eines Zeck-weg-Kleidersprays
  • Rühren eines Zeck-weg-Balsams
  • Herstellen einer Notfallmischung für unterwegs
  • Nach Abschluss des Seminartages verfügen Sie über ein vertieftes Wissen zur Anwendung ätherischer Öle bei Borreliose und zu Prophylaxe-Maßnahmen