Aromatherapie bei Borreliose?

Die Borreliose bleibt und ist eine Krankheit, die schulmedizinisch behandelt werden sollte. Es gibt aber durchaus Möglichkeiten bei dieser Erkrankung begleitend tätig zu werden. Lange hab ich überlegt, ob es sinnvoll ist darüber einen Artikel zu schreiben und diesen nun auch einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Ich habe mich nun dazu entschlossen, weil:
1. ich den neuesten Stand der Wissenschaft verständlich aufbereitet anbieten möchte.
2. und weil mich die Hoffnung trägt, dass das Potential ätherischer Öle zu den Arzt- und Heilpraktikerpraxen durchdringt und in eventuelle Therapie-Strategien (begleitend zur schulmedizinischen Behandlung) mit einbezogen wird.
3. für mich die Zeit gekommen ist mich von diesem speziellen Thema, das mich nun fast zwei Jahrzehnte beschäftigt hat, zu verabschieden. Das ist mein Abschiedsgeschenk. 🙂 Und ja, sorry, auch keine Seminare mehr zu dem Thema.

1. Was ist Borreliose?

Lyme-Borreliose ist eine vor allem durch Zecken übertragene bakterielle Infektionskrankheit, die bei Nichtbehandlung oder Nichterkennung zu einer Multi-Organ (System)-Erkrankung führen kann. Der Erreger der Krankheit sind Borrelien, gramnegative spiralförmige Bakterien, die zur Familie der Spirochäten gehören. Bisher bekannte Arten, die zu einer Lyme-Borreliose führen können: Borrelia burgdorferi sensu stricto, Borrelia garinii, Borrelia afzelii, Borrelia spielmannii. Die Bezeichnung Lyme-Borreliose setzt sich zusammen aus dem US-Ort Lyme, in dem das Krankheitsbild 1975 das erste Mal beschrieben wurde (gehäuftes Auftreten juveniler Arthritis) und dem Entdecker der Borrelien, Amédée Borrel. 1981 gelang Willy Burgdorfer, Arzt und Bakteriologe, erstmals der Nachweis der neu entdeckten Borrelia-Art aus Zecken und 1982 deren Anzucht. Ihm zu Ehren wurde das Bakterium nach ihm benannt.

2. Entwicklungsstadien der Zecke

Der Lebenszyklus einer Zecke fängt bei der Eiablage an. Aus den Eiern entwickeln sich geschlechtslose Larven, die bereits Borrelien in sich tragen können. Larven haben noch keine acht Beine wie die späteren Stadien der Zecke, sondern erst sechs. Sobald sie ihre erste Blutmahlzeit zu sich genommen haben, gehen sie in ihr zweites Entwicklungsstadium über – die Nymphe. Das ist bereits ein voll entwickeltes Milbentier mit acht Beinchen, aber immer noch geschlechtslos. Nach der zweiten Blutmahlzeit setzt der letzte Entwicklungszyklus ein. Es entwickeln sich Männchen und Weibchen. Während der letzten Blutmahlzeit des Weibchens, sendet sie Duftstoffe ab, die das Männchen anlocken. Das Männchen darf dann noch sein Sperma abgeben, um danach zu sterben. Das Weibchen brütet noch alle Eier aus und stirbt dann ebenso.

3. Verteidigungsstrategien der Borrelien

Biofilmbildung:
Biofilme bestehen aus einer Schleimschicht, in der sich die Mikroorganismen, in diesem Fall Borrelien, befinden. Sie schützen sich so vor dem Immunsystem. Biofilmkrankheiten neigen dazu chronisch zu werden.

Quorum Sensum:
Das Quorum Sensum (internationaler Begriff: Quorum Sensing) ist die chemische Kommunikation zwischen Biofilmen, um die Zelldichte der Population messen zu können. Hier verabreden sich quasi die Borrelien untereinander, wann es an der Zeit ist sich wieder zu vermehren.

Rückzug in sauerstoffarme Gebiete:
Da Borrelien zu den anaeroben Keimen gehören fühlen sie sich vor allem in sauerstoffarmen Gebieten des Körpers wohl. Gelenke, Knorpel, Hautoberfläche – überall dort, wo oral einzunehmende Medikamente nur ungenügend hingelangen.

Efflux-Pumpen:
Zusätzlich können Borrelien bestimmte Moleküle, wie z.B. Antibiotika, aus ihrer Zelle wieder herauspumpen, um die Konzentration in der Zelle auf einem unschädlichen Niveau zu halten. Auch dieser Mechanismus kann für eine Resistenz gegenüber einem Antibiotikum sorgen.

Umwandeln in verschiedene Formen:
Borrelien sind wahre Verwandlungskünstler. Wenn die Umgebung ihnen nicht zusagt, verwandeln sie sich in Formen, die ihnen ein Überleben garantiert. Bei der Gabe eines Antibiotikums, das gegen die Zellwandsynthese der Bakterien wirkt (z.B. Beta-Lactam-Antibiotika, wie Penicilline, Cephalosporine, etc), verwandeln sie sich einfach in eine zellwandlose Form und das Antibiotikum verpufft. Eine Ruheform, die Zyste, wurde ebenso bei Borrelien entdeckt, für Zeiten, in denen sie sich schlecht „ernähren“ können. Die Rückverwandlung in bewegungsfähige und vermehrungsfähige Formen findet dann wieder statt, wenn die Umgebung „komod“ ist, wie z.B. bei einer Gabe von Immunsuppressiva oder bei immunschwachen Zuständen eines Menschen.

Wie man sieht haben Borrelien verschiedene intellligente Taktiken entwickelt sich zu schützen und zu vermehren. Daher ist das Thema “Prophylaxe” so wichtig. Wie man sich am besten schützt mit den ätherischen Ölen und fetten Ölen, die uns zur Verfügung stehen habe ich bereits einmal in einem Artikel zusammengestellt:
Zeckenstich-Prophylaxe – was bietet uns die Natur an?

4. Eine Zecke hat zugestochen. Was tun?

Ganz wichtig ist das rasche Entfernen.
Und zwar so, dass die Zecke nicht gequetscht wird. Meiner Erfahrung nach geht das am besten mit einer vorne gebogenen Pinzette. Hier kann man ohne die Zecke zu quetschen unter dem “Blutsack” ansetzen, ganz nah an der Haut, und die Zecke nach oben rausheben.

Mein Dank geht an Reni Figl für dieses Foto während eines Seminares in Bozen.

Ist man ohne “Werkzeug” in der Natur unterwegs kann auch ein Haar gute Dienste leisten, indem man es nah an der Haut anlegt, eine Schlinge zieht und die Zecke “köpft”. Alle Viren oder Bakterien, die durch den Zeckenspeichel übertragen werden sind eh schon im Körper angelangt. Borrelien brauchen aber eine gewisse Zeit um sich von der Zecke in den nächsten Wirt zu bewegen. Daher ist hier rasches Handeln angesagt.

Falls man auf Nummer Sicher gehen möchte, kann man die Zecke aufheben und zur PCR-Untersuchung in ein Labor einschicken (Adresse siehe unten in den Links). Die Einstichstelle markieren, damit man eventuelle Veränderungen an der Haut besser dokumentieren kann. Sich selbst sollte man über mindestens einen Zeitraum von 4 Wochen beobachten. Kommt es während dieser Zeit zu einer Art grippaler Infekt, ohne die dazugehörigen Erscheinungen, wie Schnupfen und Husten, so liegt der Verdacht nahe, dass eine infizierte Zecke zugestochen hat. Bei einer beginnenden Wanderröte oder bei einem Krankheitsgefühl wie bei einem grippalen Infekt – sofort zum Arzt und behandeln lassen. Eine Blutuntersuchung ist da nicht mehr nötig. Eine Wanderröte ist beweisend für eine erfolgte Infektion. Hier sollte man nicht auf einen Bluttest warten, sondern sofort handeln. Bluttests sind erst sinnvoll sechs Wochen nach einem Stich, da sich während dieses Zeitraumes erst Antikörper bilden und die gängigen Bluttests nur nach Antikörpern suchen.

Prophylaktisch kann man nach einem erfolgten Zeckenstich eine ätherische Ölmischung verwenden, die ich die ersten drei Tage tatsächlich pur auftrage (tagsüber alle 2 Stunden, 1 Tropfen!) und nach drei Tagen dann verdünnt mit einem fetten Trägeröl (5%-ig bis runter auf 1%-ig) anwende, so lange, bis ein eventueller Bluttest nach 6 Wochen gemacht wurde.
Verdünnung:
5%-ig: 10 Tropfen der u.g. Mischung auf 10 ml fettes Öl (z.B. Olivenöl)
4%-ig: 8 Tropfen der u.g. Mischung auf 10 ml fettes Öl
3%-ig: 6 Tropfen der u.g. Mischung auf 10 ml fettes Öl
2%-ig: 4 Tropfen der u.g. Mischung auf 10 ml fettes Öl
1%-ig: 2 Tropfen der u.g. Mischung auf 10 ml fettes Öl

Notfall-Rezept (ÄÖ-Grundmischung) nach einem erfolgten Zeckenstich:
1 ml Teebaum (Melaleuca alternifolia)
1 ml Manuka (Leptospermum scoparium)
1 ml Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
2 ml Lavendel, fein (Lavandula angustifolia/officinalis/vera)

5. Auswahl an ätherischen Ölen bei Spät-Borreliose

Borrelien verfügen über eine Vielzahl an Verteidigungsmechanismen, wie bereits vorgestellt. Für einige dieser Abwehrmaßnahmen hat das Pflanzenreich uns ätherische Öle geschenkt, die auf diese Mechanismen wirken können.

ÄÖs Biofilm:
Wirksame ätherische Öle, die helfen den Biofilm aufzulösen oder durchlässiger zu machen, sind u.a.:
Teebaum (Melaleuca alternifolia)
Basilikum (Ocimum basilicum ct. Linalool)
Zimtrinde (Cinnamomum zeylanicum)
Spearmint (Mentha spicata)
Roter Eukalyptus (Eukalyptus camaldulensis)
Oregano (Origanum vulgare)
Bergbohnenkraut (Satureja montana)
Lemongrass (Cymbopogon flexuosus)
Weihrauch (Boswellia serrata).

Auf dem Aromatherapiekongress 2013 von Aroma-Forum International e.V. wurde diese Eigenschaft von einigen ätherischen Ölen explizit erwähnt. Es wurde dabei ebenso festgestellt, dass durch die gleichzeitige Gabe von ätherischen Ölen und Antibiotika vorher unwirksame Antibiotika wieder wirksam wurden – das Antibiotikum kommt wieder an den Platz des Geschehens ran und wird nicht durch einen Biofilm gehindert.

ÄÖs Quorum Sensum-Unterbinder:
Eine Studie hat festgestellt, dass vor allem folgende ätherische Öle besonders wirksam waren bei der Unterbindung des Quorum Sensum:
Rose (Rosa damaszena)
Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
Lavendel (Lavandula angustifolia)
Rosmarin (Rosmarinus officinalis ct. 1,8 Cineol)

Hier haben wir ein weiteres machtvolles Mittel an der Hand, indem wir quasi die Kommunikation der Biofilmkolonien untereinander durcheinander bringen und so ein gemeinsames Ausschwärmen zum Zwecke der Vermehrung ein wenig schwieriger machen.

ÄÖs Anti-Effluxpumpe:
Auch hier gibt es ätherische Öle, die den Effluxpumpen-Effekt unterbinden/erschweren. Marco Valussi hat auf der Botanica 2014 davon berichtet. Vor allem ätherische Öle mit dem Inhaltsstoff Geraniol sollen diesen Effekt haben. Im privaten Schriftverkehr hat er mir geschrieben, dass viele ätherische Öle, die das Quorum Sensing unterbinden auch einen Effekt auf den Efflux-Pumpen-Mechanismus haben.
Eine Auswahl:
Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
Petitgrain (Citrus aurantium)
Palmarosa (Cymbopogon martinii)
Lavendel (Lavandula angustifolia)
Melisse (Melissa officinalis)
Majoran (Origanum majorana).

Spezifisch auf Borrelien wirksame ätherische Öle:
Die bis 2017 einzige veröffentlichte in vitro-Studie, die sich mit der Wirkung auf Borrelien beschäftigt und bei der sich das ätherische Öle von Cistus incanus (NICHT ladanifer!) als potent wirksam erwiesen hat möchte ich gerne erwähnen. Leider ist dieses selten zu erhaltende ätherische Öl so gut wie nicht auf dem Markt zu finden.

Anmerkung: Man braucht das ätherische Öle von Cistus creticus/incanus definitiv NICHT um bei einer Therapie weiterzukommen. Bitte spart euch das Suchen nach diesem ätherischen Öl – ich habe nun mehrere Jahre bei meiner Quelle versucht dieses ÄÖ wieder zu erhalten – ergebnislos.

Aber es gibt Bewegung in der Sache. Yeah!

Eine neue Studie mit dem Team um Professor Zhang hat in 2017 eine in-vitro-Studie veröffentlicht, in der verschiedene ätherische Öle untersucht wurden. In dieser Studie der Zhang-Gruppe, in Zusammenarbeit mit Judith Miklossy, wurde die antibiotische Wirkung von ätherischen Ölen auf Borrelien-Persister der stationären Phase untersucht. Dazu wurden 34 verschiedene ätherische Öle in verschiedenen Konzentrationen (1 %, 0,5 %, 0,25 % und 0,125 %) getestet. Als Kontrolle wurde Daptomycin verwendet. 23 ätherische Öle waren wirksamer als 40 μM Daptomycin!
Selbst bei der Konzentration von 0,25 % zeigten fünf ätherische Öle eine bessere Wirksamkeit auf die Borrelienkultur der stationären Phase als 40 μM Daptomycin:
Oregano (Origanum vulgare)
Zimtrinde (Cinnamomum zeylanicum)
Gewürznelke (Syzygium aromaticum)
Citronella (Cymbopogon nardus)
Wintergrün (Gaultheria procumbens)

Bei einer Konzentration von 0,125 % zeigten Oregano, Zimtrinde und Gewürznelke eine vergleichbare oder bessere Aktivität als 40 μM Daptomycin.
(Selective Essential Oils from Spice or Culinary Herbs Have High Activity against Stationary Phase and Biofilm Borrelia burgdorferi
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5641543/ )

Mittlerweile hat die Gruppe um Prof. Zhang weitere ätherische Öle getestet, veröffentlicht im Februar 2018. Es wurden noch niedrigere Ätherisch-Öl-Konzentrationen getestet als in der Studie vom Vorjahr. Die Ergebnisse:
Bei einer Einsatzkonzentration von 0,1% zeigten nachfolgende ätherische Öle die besten Ergebnisse:
Knoblauch (Allium sativum)
Piment (Pimenta dioica)
Myrrhe (Commiphora Myrrha)
Gingerlily, deutscher Name: Lilien-Ingwer (Hedychium spicatum)
Litsea Cubeba (Litsea cubeba)

Als besonders wirksam (bei einer nur 0,05%-igen Verdünnung!) hat sich das ätherische Öl des Knoblauch erwiesen.
(Additional Essential Oils with High Activity against Stationary Phase Borrelia
http://dx.doi.org/10.1101/260091 )

In 2019 wurde eine weitere in-vitro-Studie veröffentlicht, die die Wirkung von ätherischen Ölen auf Bartonellen (Co-Infektion bei Zeckenstichen) untersucht hat.
Wer sich hierzu auch einlesen möchte, sei diese Studie ans Herz gelegt:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6963529/

6. Wie nun einsetzen?

Hier sind mehrere Varianten vorstellbar: kutan oder/und innerlich und wenn, dann begleitend zur schulmedizinischen Behandlung. Alle Varianten haben eines gemeinsam: Sie sind nicht wissenschaftlich untersucht. Alle Studien zu dem Komplex “Ätherische Öle bei Borreliose” sind in vitro-Studien und müssen erst durch in vivo-Studien gestützt werden. Alle therapeutischen Versuche sind also bisher nicht durch die Wissenschaft gedeckt und bleiben so in der gewissenhaften Verantwortung von ausgebildeten Therapeuten und Ärzten. Bitte auch bedenken, dass Borreliose in einigen Bundesländern Deutschlands meldepflichtig ist und ein Behandlungsverbot für Heilpraktiker bestehen kann.

Wer nun wissen möchte, wie mein persönliches Vorgehen war und was mich dazu veranlasst hat kann dies gerne in meiner Facharbeit nachlesen:
http://www.aromacampus.de/facharbeit/maurer-de/mobile/index.html

Von Selbstversuchen rate ich dringend ab!

Die Inhalte dieses Artikels geben den aktuellen, wissenschaftlichen Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder und wurden nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dennoch kann dies niemals eine medizinische Beratung und Diagnose ersetzen. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Allgemeinarzt.

7. Adressen, weiterführende Links
– Labor für PCR-Untersuchungen von Zecken: synlab Services GmbH, Gubener Straße 39, 86156 Augsburg, Telefon 0821 52157-0, www.synlab.de
– Forum zum Austausch für Betroffene: www.forum.OnLyme-Aktion.org
– Ärzteliste, aufgeschlüsselt in Privat- und Kassenärzte: http://www.borreliose-nachrichten.de/wp-content/uploads/2012/03/borreliose-aerzte-liste_2014-07-18.pdf

8. Empfehlenswerte Bücher:
– Dr. Hopf-Seidel: Krank nach Zeckenstich – Borreliose erkennen und wirksam behandeln ISBN 3426873923
– Birgit Jürschik-Busbach : Die verschwiegene Epidemie: Zeckenstich-Borreliose. Hilflose Patienten, ratlose Ärzte. ISBN 3981410501
Dr. Bernd-Dieter Huismanns und Dr. Wolfgang Klemann: Langzeitbehandlung mit Antiinfektiva bei persistierender Borreliose mit Borrelien-DNA-Nachweis durch PCR ISBN 3640193849

9. Quellen und Literaturangaben, die nicht bereits im Text explizit verlinkt wurden:
– Doktorarbeit “Das antiphlogistische und antimikrobielle Potential von Korianderöl und dessen Fraktionen”, vorgelegt 2007 von Vagma Djallalzada http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/5661/pdf/doktorarbeitpdfversion.pdf
– Untersuchungen zur antibakteriellen Wirkung von Teebaumöl auf Porphyromonas gingivalis, Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades doctor medicinae dentariae (Dr. med. dent.), vorgelegt dem Rat der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena von Katharina Funke http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-23444/Funke/Dissertation.txt
– Growth inhibiting activity of volatile oil from Cistus creticus L. against Borrelia burgdorferi s.s. in vitro http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20432627
– Inhibition of quorum-sensing signals by essential oils http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19827025?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=2
– The effect of Mentha spicata and Eucalyptus camaldulensis essential oils on dental biofilm. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19659716?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=3
– In vitro activity of carvacrol against staphylococcal preformed biofilm by liquid and vapour contact. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19429756?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=4
– Anti-biofilm properties of Satureja hortensis L. essential oil against periodontal pathogens. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19285147?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=5
– In vitro anti-biofilm activity of Boswellia spp. oleogum resin essential oils. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19146534?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=6
– Effects of tea tree (Melaleuca alternifolia) oil on Staphylococcus aureus in biofilms and stationary growth phase. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19095413?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=7
– Antibacterial effect of tea-tree oil on methicillin-resistant Staphylococcus aureus biofilm formation of the tympanostomy tube: an in vitro study. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18210750?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=15
– The anti-biofilm activity of lemongrass (Cymbopogon flexuosus) and grapefruit (Citrus paradisi) essential oils against five strains of Staphylococcus aureus. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22862808
– Ixodes ricinus: Wie man sich vor Zecken schützt (Wirksamkeit von Kokosöl) http://www.aerzteblatt.de/archiv/160811/Ixodes-ricinus-Wie-man-sich-vor-Zecken-schuetzt
http://de.wikipedia.org/wiki/Lyme-Borreliose
– Enhancement of the Norfloxacin Antibiotic Activity by Gaseous Contact with the Essential Oil of Croton zehntneri
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3019373/
– Essential oils from Moroccan plants as potential chemosensitisers restoring antibiotic activity in resistant Gram-negative bacteria
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21752605
– Anti-quorum sensing activity of essential oils from Colombian plants
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21936639
– Inhibition of quorum sensing regulated bacterial functions by plant essential oils with special reference to clove oil
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19627477
– Essential Oils and Future Antibiotics: New Weapons against Emerging‘Superbugs’?
https://www.researchgate.net/publication/253567306_Essential_Oils_and_Future_Antibiotics_New_Weapons_against_Emerging%27Superbugs%27
– The repellent efficacy of eleven essential oils against adult Dermacentor reticulatus ticks
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28645519

Bleibt gesund!

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Ganztagesseminar: Der Einsatz ätherischer Öle bei Borreliose

Auch 2020 gibt es wieder die Möglichkeit dieses Seminar im Hunsrück bei Vivere Schule für Aromatherapie und Aromapflege zu buchen.

Ganztagesseminar in Leisel im Hunsrück

Termin: 27.10.2020, ab 9:30 Uhr
Veranstaltungsort: ViVere – Schule für Aromatherapie und Arompflege, Am Geissler 10,
55767 Leisel
Teilnehmerkreis: Alle Interessierte, Heilpraktiker, Ärzte, Pflegepersonal und Apotheker, Vorkenntnisse nicht erforderlich
Beitrag: 160,00 €

Anmeldung und genauere Infos bei ViVere: https://www.vivere-aromapflege.de/der-einsatz-aetherischer-oele-bei-borreliose

Seminarinhalt:

Borreliose ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern. Sowohl in der Schul-und Komplementärmedizin stellt es sich oft als schwierig heraus, Borreliose sicher zu diagnostizieren und zu therapieren. Vor allem in der Spätphase dieser Krankheit stehen mehr Fragezeichen im Raum, als es Antworten gibt. In diesem Seminar wird aufgezeigt, wie erfolgreich der Einsatz ätherischer Öle die schul-und komplementärmedizinischen Therapien begleitend unterstützen kann.

Der beste Schutz vor Borreliose ist die Prävention. Was kann jeder tun, um sich ausreichend zu schützen? Auf diese Fragen erhalten Sie Antworten von Anja Maurer,die durch eigene Betroffenheit sich auf Spurensuche begeben hat. Durch ihre Mitarbeit in der Arbeitsgruppe zur Erstellung der neuen Leitlinien für Borreliose als Mitglied des Patientenvereines OnLyme-Aktion.org, Zeckenbündnis für übertragene Zeckenkrankheiten e.V., hat sie Einblick in wissenschaftliches Arbeiten und die Studienlage erhalten. Ihre Facharbeit (Ätherische Öle bei Spät-Borreliose – drei Fallbeispiele), die sie im Rahmen ihrer Ausbildung zur ärztlich geprüften Aromapraktikerin erstellt hat, kann beim Aromacampus nachgelesen werden.

Inhalte:

  • Fallbeispiele
  • Erfahrungswerte
  • Neue Erkenntnisse aus wissenschaftlicher Sicht
  • Prävention und ausreichender Schutz mit ätherischen Ölen und fetten Pflanzenölen

Praxis

  • Mischen eines Zeck-weg-Kleidersprays
  • Rühren eines Zeck-weg-Balsams
  • Herstellen einer Notfallmischung für unterwegs
  • Nach Abschluss des Seminartages verfügen Sie über ein vertieftes Wissen zur Anwendung ätherischer Öle bei Borreliose und zu Prophylaxe-Maßnahmen

Ganztagesseminar: Borreliose und ätherische Öle

Ganztagesseminar in Leisel im Hunsrück

Termin: 13.09.2019, ab 9:30 Uhr
Veranstaltungsort: ViVere – Schule für Aromatherapie und Arompflege, Am Geissler 10,
55767 Leisel
Teilnehmerkreis: Alle Interessierte, Heilpraktiker, Ärzte, Pflegepersonal und Apotheker, Vorkenntnisse nicht erforderlich
Beitrag: 160,00 €

Anmeldung und genauere Infos bei ViVere: https://www.vivere-aromapflege.de/der-einsatz-aetherischer-oele-bei-borreliose

Seminarinhalt:

Borreliose ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern. Sowohl in der Schul-und Komplementärmedizin stellt es sich oft als schwierig heraus, Borreliose sicher zu diagnostizieren und zu therapieren. Vor allem in der Spätphase dieser Krankheit stehen mehr Fragezeichen im Raum, als es Antworten gibt. In diesem Seminar wird aufgezeigt, wie erfolgreich der Einsatz ätherischer Öle die schul-und komplementärmedizinischen Therapien begleitend unterstützen kann.

Der beste Schutz vor Borreliose ist die Prävention. Was kann jeder tun, um sich ausreichend zu schützen? Auf diese Fragen erhalten Sie Antworten von Anja Maurer, die durch eigene Betroffenheit sich auf Spurensuche begeben hat. Durch ihre Mitarbeit in der Arbeitsgruppe zur Erstellung der neuen Leitlinien für Borreliose als Mitglied des Patientenvereines OnLyme-Aktion.org, Zeckenbündnis für übertragene Zeckenkrankheiten e.V., hat sie Einblick in wissenschaftliches Arbeiten und die Studienlage erhalten. Ihre Facharbeit (Ätherische Öle bei Spät-Borreliose – drei Fallbeispiele), die sie im Rahmen ihrer Ausbildung zur ärztlich geprüften Aromapraktikerin erstellt hat, kann beim Aromacampus nachgelesen werden.

Inhalte:

  • Fallbeispiele
  • Erfahrungswerte
  • Neue Erkenntnisse aus wissenschaftlicher Sicht
  • Prävention und ausreichender Schutz mit ätherischen Ölen und fetten Pflanzenölen

Praxis

  • Mischen eines Zeck-weg-Kleidersprays
  • Rühren eines Zeck-weg-Balsams
  • Herstellen einer Notfallmischung für unterwegs
  • Nach Abschluss des Seminartages verfügen Sie über ein vertieftes Wissen zur Anwendung ätherischer Öle bei Borreliose und zu Prophylaxe-Maßnahmen

Ganztagesseminar bei Aromacampus in München: Der Zeckengefahr mit Düften begegnen und wie Sie ätherische Öle bei Borreliose einsetzen können

Ganztagesseminar in München bei Aromacampus

Ausschreibungstext und Anmeldung direkt beim Aromacampus: Hier klicken.

Ziel
Nach Abschluss des Seminartages verfügen Sie über ein vertieftes
Wissen zur Anwendung ätherischer Öle bei Borreliose und sind in der
Lage eigenständig Prophylaxe‐Mischungen für sich selbst herzustellen.
Teilnehmerkreis
alle Interessierten, keine Vorkenntnisse erforderlich
Termin
16.02.2019
(voraussichtlicher Termin 2020: 20.02.2020)
Zeit
Samstag: 10.00 Uhr – 17.30 Uhr
Ort
Wolfahrt‐Klinik Gräfelfing, Waldstrasse 7, 82166 Gräfelfing
Anmeldung
per Email über info@aromacampus.de
Kosten
99,-­ €, Frühbucherrabatt bis 30.11.2018 – 90,‐ €
89,- € Mitglieder von Aroma Forum International e.V

Ganztagesseminar bei ViVere im Hunsrück: Der Einsatz ätherischer Öle bei Borreliose

 

Ganztagesseminar in Leisel im Hunsrück

Termin: 13.09.2019, ab 9:30 Uhr
Veranstaltungsort: ViVere – Schule für Aromatherapie und Arompflege, Am Geissler 10,
55767 Leisel
Teilnehmerkreis: Alle Interessierte, Heilpraktiker, Ärzte, Pflegepersonal und Apotheker, Vorkenntnisse nicht erforderlich
Beitrag: 160,00 €

Anmeldung und genauere Infos bei ViVere: https://www.vivere-aromapflege.de/der-einsatz-aetherischer-oele-bei-borreliose

Seminarinhalt:

Borreliose ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern. Sowohl in der Schul-und Komplementärmedizin stellt es sich oft als schwierig heraus, Borreliose sicher zu diagnostizieren und zu therapieren. Vor allem in der Spätphase dieser Krankheit stehen mehr Fragezeichen im Raum, als es Antworten gibt. In diesem Seminar wird aufgezeigt, wie erfolgreich der Einsatz ätherischer Öle die schul-und komplementärmedizinischen Therapien begleitend unterstützen kann.

Der beste Schutz vor Borreliose ist die Prävention. Was kann jeder tun, um sich ausreichend zu schützen? Auf diese Fragen erhalten Sie Antworten von Anja Maurer,die durch eigene Betroffenheit sich auf Spurensuche begeben hat. Durch ihre Mitarbeit in der Arbeitsgruppe zur Erstellung der neuen Leitlinien für Borreliose als Mitglied des Patientenvereines OnLyme-Aktion.org, Zeckenbündnis für übertragene Zeckenkrankheiten e.V., hat sie Einblick in wissenschaftliches Arbeiten und die Studienlage erhalten. Ihre Facharbeit (Ätherische Öle bei Spät-Borreliose – drei Fallbeispiele), die sie im Rahmen ihrer Ausbildung zur ärztlich geprüften Aromapraktikerin erstellt hat, kann beim Aromacampus nachgelesen werden.

Inhalte:

  • Fallbeispiele
  • Erfahrungswerte
  • Neue Erkenntnisse aus wissenschaftlicher Sicht
  • Prävention und ausreichender Schutz mit ätherischen Ölen und fetten Pflanzenölen

Praxis

  • Mischen eines Zeck-weg-Kleidersprays
  • Rühren eines Zeck-weg-Balsams
  • Herstellen einer Notfallmischung für unterwegs
  • Nach Abschluss des Seminartages verfügen Sie über ein vertieftes Wissen zur Anwendung ätherischer Öle bei Borreliose und zu Prophylaxe-Maßnahmen

Zeckenstich-Prophylaxe – was bietet uns die Natur an?

Bald ist es wieder so weit, die Zeckensaison beginnt. Bei ca. 8 Grad fangen Zecken an sich wohlzufühlen und gehen wieder auf Nahrungssuche. Hohes, feuchtes Gras, Gebüschränder, feuchte, schön warme Waldgebiete sind ihre Lieblingsorte. Dort strecken sie ihre Ärmchen aus und warten auf ihren nächsten Wirt, der ihnen frisches Blut anbietet.

In der Aromawelt gibt es diverse ätherische Öle und auch fette Öle, die genutzt werden können, um sich für die Plagegeister zu einem unangenehmen Stinker zu entwickeln.

So wurden in einer Studie im August 2017 verschiedene ätherische Öle auf ihre zeckenabschreckende Wirkung untersucht. Dabei waren die nachfolgenden ätherischen Öle:

  • Europäisches Basilikum (Ocimum basilicum)
  • Bergamotte (Citrus bergamia)
  • Gewürznelke (Syzygium aromaticum)
  • Citronella (Cymbopogon winterianus)
  • Quendel (Thymus serpyllum)
  • Lavendel (Lavandula angustifolia)
  • Zitroneneukalyptus (Corymbia citriodora)
  • Majoran (Origanum majorana)
  • Pfefferminze (Mentha piperita),
  • Spearmint (Mentha spicata)
  • Roter Thymian (Thymus vulgaris) wahrscheinlich der Chemotyp Thymol

Es wurde mit Konzentrationen von 1% und 3 % getestet. Gewürznelke, Quendel und der rote Thymian haben dabei am besten abgeschnitten. Eine 3%-ige Konzentration war wirkungsvoller als die 1%-ige.

Interessantes weiteres Ergebnis war, dass eine Mischung aus Quendel und Citronella zu jeweils 1,5% (also insgesamt eine 3%-ige Verdünnung) wirkungsvoller war als die Einzelöle bei gleicher Konzentration.

Wer die Studie (leider nur als Abstract kostenlos zur Verfügung) nachlesen möchte, bitte hier klicken: *Klick*

Eine weitere amerikanische Studie, die Pflanzen auf ihre abschreckende Wirkung auf Zecken testete hat nachfolgende Pflanzen als besonders abschreckend auf Ixodes rizinus (Holzbock) ausgelobt:

  • Eberraute (Artemisia abrotanum)
  • Neem (Azadirachta indica)
  • Maiglöckchen (Convallaria majalis)
  • Zitroneneukalyptus (Corymbia citriodora)
  • Zitronengras (Cymbopogon citratus/flexuosus)
  • Gartennelke (Dianthus caryophyllum)
  • Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
  • Sumpfporst (Rhododendron tomentosum)
  • Gewürznelke (Syzygium aromaticum)
  • Rainfarn (Tanacetum vulgare)

Sie haben ebenso die Inhaltsstoffe dieser Pflanzen herausgearbeitet, die sich als besonders wirkungsvoll bei der Abschreckung von Ixodes rizinus, dem Holzbock, bewiesen haben.

  • Borneol (enthalten u.a. in ätherischem Weißtanne-, Citronella-, Zistrose-, Rosmarin- und Baldrianöl)
  • 1,8 Cineol (enthalten in u.a. in ätherischem Ravintsara-, Kardamom-, Eukalyptus globulus-, Eukalyptus radiata-, Eukalyptus smithii-, Lorbeer-, Lavendel-, Cajeput,- Niaouli-, Myrte-, Rosmarin-, Lavendelsalbei- und Salbeiöl)
  • ß-Citronellol (enthalten in u.a. in ätherischem Zitronengras-, Rosengeranie- und Rosenöl)
  • Coumarin (enthalten in u.a. in ätherischem Cassiaöl, Tonka-Extrakt,  Heu absolue, Tolubalsam)
  • Eugenol (enthalten in u.a. in ätherischem Zimtrinde-, Tulsi-, Piment-, Gewürznelkenöl)
  • Methy jasmonat (enthalten in u.a. Jasmin absolue)
  • Myrtenal (enthalten in u.a. in ätherischem
  • 2-Phenylethanol (enthalten in u.a. in ätherischem Ylang-Ylang-, Rose-, Rosengeranieöl, Rosen absolue und Rosenhydrolat)
  • 4-Terpineol (enthalten in u.a. in ätherischem Zypresse-, Wacholder-, Kardamom-, Cajeput- und Niaouliöl)
  • Thujone (enthalten in u.a. in ätherischem Salbei-, Rainfarn- Thujaöl, alle Artemisia-Arten)
  • Verbenol und 1-Verbenone (enthalten in u.a. in ätherischem Rosmarin ct. Verbenon-Öl, in Spuren auch in den Weihrauchölen)

Die komplette Studie ist hier nachzulesen:  *Klick*

Fette Öle, wie z.B. Kokosöl können uns auch dabei helfen den Plagegeistern olfaktorisch was entgegenzusetzen, damit sie uns so richtig unlecker finden und deswegen lieber andere Opfer aussuchen.

Kokosöl mit dem Wirkstoff Laurinsäure und Caprylsäure hat sehr eindrucksvoll seine abschreckende Wirkung auf Zecken nachgewiesen. Auch im Ärzteblatt wird Kokosöl als Zeckenabwehr-Prophylaxe empfohlen! *Klick*

Die Meldungen im Internet, dass Kokosöl ein wirksamer Schutz vor Zecken ist, basieren auf einer Studie, die 10%-ige Zubereitungen von Laurinsäure getestet haben. Laurinsäure ist ein Bestandteil von Kokosöl und kann bis zu 60% enthalten sein. Auch das Palmkernöl bietet einen nennenswerten Anteil an Laurinsäure – dieses Öl leidet aber an den Berichten zur Rodung für Palmöl-Plantagen und wird daher eher weniger empfohlen. Die vollständige Studie kann man hier nachlesen: *Klick*

Schwarzkümmelöl hat ebenso wie das Kokosöl von sich reden gemacht, als der 18-jährige Schüler Alexander Betz dieses Öl an sich und seinem Hund testete und die Ergebnisse seiner Arbeit bei “Jugend forscht” 2014 einreichte. Mittlerweile gibt es schon wieder Warnungen vor der Nutzung des Öles. Eine zu hohe Dosierung könnte den Hund gefährden. Die Meldungen im Internet sind sehr widersprüchlich – einen echten Beweis für eine Gefahr konnte ich dazu nicht finden. Wie immer scheint es die Dosis zu sein, die hier zu beachten ist. Ein paar Tropfen ins Hunde-Fressen gemischt scheint bei einigen Hunden zu wirken, bei anderen nicht. Eine Daueranwendung sollte unterlassen werden. Mehr als vier Wochen Einnahme des Öles ist nicht empfohlen.

Update April 2018: Zum Thema “innerliche Einnahme von Schwarzkümmelöl bei Hunden und Katzen” habe ich zwei Expertinnen kontaktiert, die von der innerlichen Einnahme bei Hunden und Katzen abraten.

Update August 2019: Auf der Seite von schlimmerkater.de findet man einen beeindruckenden Artikel über die Verwendung von Schwarzkümmelöl bei Zeckenbefall. Mit anschaulichen und überzeugenden Videos. Sehens- und lesenswert!

Der Beweis: Schwarzkümmelöl schützt vor Zecken

Zeckenstich-Prophylaxe-Rezepte für den Menschen

Kleiderspray “Zeck-weg”, 50 ml:
In 6 ml 96%-igem Weingeist
6 Tropfen (für Kinder 3 Tropfen) Citronella (Cymbopogon winterianus)
6 Tropfen (für Kinder 3 Tropfen) Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
6 Tropfen (für Kinder 3 Tropfen) Cajeput (Melaleuca cajuputi)
2 Tropfen (für Kinder 1 Tropfen) Gewürznelke (Syzygium aromaticum)
einträufeln und gut verrühren
Mit Lavendelhydrolat bis auf 50 ml Auffüllen.
In eine 50 ml-Braunglasflasche umfüllen, Sprayaufsatz anbringen, Etikett beschriften (Kleiderspray!) und anbringen.
Vor Gebrauch immer schütteln.
Der Schutz hält höchstens eine Stunde. Daher muss immer wieder nachgesprüht werden.

Balsam “Zeck-weg”, 50 gr:
5 gr. Bienenwachs, für Veganer Beerenwachs (Wachs ist nur nötig, wenn das Wetter heiß wird und das pure Kokosöl flüssig im Tiegel rumschwappen würde – im Herbst kann das weggelassen werden) und
45 gr. (oder 50 gr., wenn kein Wachs benötigt wird) natives Kokosöl zusammen im Wasserbad aufschmelzen, bis das Wachs komplett gelöst ist und in einen Braunglastiegel einfüllen. Wenn der Balsam auf Handwärme abgekühlt ist
9 Tropfen Lavendel (Lavandula angustifolia)
9 Tropfen Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
2 Tropfen Patchouli (Pogostemon cablin)
einrühren und gut einarbeiten.
Glastiegel schließen, Etikett beschriften und anbringen.
Vor jedem Spaziergang exponierte Stellen damit einreiben. Der Schutz soll bis zu sechs Stunden halten. Bei Kindern (und bei Erwachsenen) langt auch das Auftragen von Kokosöl ohne zusätzliche Zugaben. Wer seiner Haut auch noch was besonders Gutes tun möchte sprüht sich vor dem Einreiben mit Lavendel- oder Rosenhydrolat ein und gibt den Balsam oder das pure Kokosöl auf die nun leicht feuchte Haut.

Und trotz aller Prophylaxe-Maßnahmen ist das abendliche Absuchen des Körpers eine wichtige Maßnahme um böse Überraschungen zu vermeiden.

Ich wünsche eine schöne, unbeschwerte Frühlingszeit und hoffe einen kleinen Beitrag dazu geleistet zu haben, dass die ein oder andere Zecke sich dann doch lieber ein anderes Wirtstier sucht als meine Leser und Leserinnen. 🙂

Shop-Empfehlungen:

Kokosöl, kalt gepresst und während des Pressvorganges nochmals extra runtergekühlt gibt es hier: Würmtaler Ölmühle

Ätherische Öle in kbA- oder sogar Demeterqualität gibt es z.B. hier:
In Deutschland: Neumond, Jophiel Aromaöle, Maienfelser, Ronald Reike
In der Schweiz: Farfalla
In Österreich: Feeling
In Portugal: Fontepenedo
In Italien:  Bergila, Maitreya