Mit drei ätherischen Ölen durch den Winter

Kennt ihr das auch? Ihr möchtet gerne ein Rezept für einen Erkältungsbalsam, googelt rum und findet dazu auch zig Rezepte, aber die Zutatenliste ist ellenlang. Ganz genauso kann es dir gehen, wenn du Tipps zur Raumbeduftung suchst oder Vorschläge zur Erkältungsprophylaxe.

Heute möchte ich dir zeigen, dass schon drei ätherische Öle reichen, um gut durch den Winter zu kommen. Die Rezepte sind bewusst einfach gehalten, damit sich niemand durch eine ellenlange Zutatenliste abschrecken lässt. 🙂 Ich habe mich für folgende drei ätherische Öle entschieden: Cajeput, Zitrone und Bergamotte. Alle drei ätherischen Öle sind Kopfnoten und gut für einen Diffusor oder die Duftlampe geeignet. Keiner dieser Düfte klebt den ganzen Tag an deinem Körper – du erhälst zarte Duftimpulse, die dich gut durch den Winter bringen können.

Cajeput (Melaleuca leucadendra oder Melaleuca cajeputi)
Cajeput stammt aus der Familie der Myrtengewächse und sein Duftprofil ist frisch, klärend, hell und klar. Riecht man an einem Cajeputfläschchen kommen einem sofort Assoziationen, wie Erkältungsbalsam, Schnupfen, freies Atmen oder auch Hustenbonbon.
Der Hauptinhaltsstoff, das 1,8 Cineol, ist ein Oxid. Es ist das ätherische Öl in Erkältungs- und Schnupfenzeiten, das auch schon bei Kindern eingesetzt werden kann (natürlich in sehr niedriger Dosierung).
Cajeputöl ist durchblutungsfördernd, schmerzlindernd, in niedriger Dosierung schleimlösend und ist sehr hilfreich in der Prophylaxe von Erkältungskrankheiten. Es kann also recht breit eingesetzt werden und in entsprechender Dosierung auch von Kindern ab 1 Jahr bereits genutzt werden. Siehe dazu auch die Dosierungsempfehlungen auf der Seite von Aromamama, die von Sabrina Herber und Eliane Zimmermann gepflegt wird.

Zitrone (Citrus limonum)
Die Zitrone gehört zu den Rautengewächsen und ihr Duftprofil ist zitronig, frisch, belebend und aufmunternd. Da das ätherische Zitronenöl (meist) kaltgepresst wird kennt eigentlich jeder diesen Duft. Rieche an einer Zitronenschale und du hast den Geruch des ätherischen Öles in der Nase (nur etwas dezenter). Das ätherische Öl enthält bis zu 95% Monoterpene. Das macht das Öl hautreizend. In entsprechender Verdünnung kannst du das natürlich umgehen. Aber meine bevorzugte Anwendung in der Winterzeit ist die Raumbeduftung mittels dieses ätherischen Öles. Zitronenöl kann die Keimlast in der Luft verringern und sorgt gleichzeitig durch seinen erfrischenden Duft für gute Laune. Das ist eine große Stärke dieses ätherischen Öles und macht es zu einem idealen Begleiter während der Winterzeit.

Bergamotte (Citrus aurantium sep. bergamia)
Die Bergamotte stammt aus der Familie der Rautengewächse wie die Zitrone auch. Fast jeder kennt den Duft der Bergamotte. Im Kölnisch Wasser ist es enthalten und der Earl Grey Tee wird damit beduftet. Die Zitrusfrucht wird vor allem wegen ihres Duftes angebaut. Nur ein kleiner Landstrich in Kalabrien, Italien, ist das Hauptanbaugebiet. Es gibt noch ein paar andere Gegenden, in denen die Bergamotte angebaut wird – die Qualität aus Kalabrien gehört aber zu den besten. Das ätherische Öl der Bergamotte wird gerne als Lichtbringer bezeichnet. Das in Spuren enthaltene Methylanthranilat hat eine starke antidepressive Wirkung. Linalylacetat und Linalool machen dieses Öl  zu einem hautfreundlichen Produkt. Doch Vorsicht bei Sonneneinstrahlung! Die enthaltenen Furocumarine wirken fotosensibilisierend. Ein Sonnenbad sollte also vermieden werden, wenn wir uns mit Bergamotte-Öl verwöhnen möchten. Zusätzlich zu diesen stimmungsaufhellenden Eigenschaften dieses ätherischen Öles wirkt die Bergamotte antibakteriell und antiviral und macht sie so zu einem Duft, der sowohl auf der körperlichen als auch auf der psychischen Ebene stark unterstützend sein kann.

Sowohl für das Zitronenöl als auch für das Bergamotteöl gilt:
Diese ätherischen Öle werden durch Pressung gewonnen, nicht durch Wasserdampfdestillation wie die meisten ätherischen Öle. Daher sollte hier besonders auf kontrolliert biologische Ware geachtet werden. Insektizide und Pestizide gelangen bei diesem Verfahren sehr viel leichter in das Endprodukt.

Rezepte

Raumbeduftung
Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Raum zu beduften. Ein Diffusor, Vernebler, ein Duftstein, eine Duftlampe, ein nasses Handtuch auf der Heizung – all dies sind Möglichkeiten einen Raum zu beduften. Es kommt auch auf die Größe des Raumes an für welche Möglichkeit man sich entscheidet. Je größer der Raum, desto eher sollte man zu einem Diffusor greifen. Je kleiner und intimer, desto eher eignen sich Duftsteine oder Duftlampen mit einer Kerze. Auch der Geräuschpegel spielt eine Rolle. Für mich muss z.B. im Schlafzimmer eine Beduftung vollkommen geräuschlos ablaufen. Da bieten sich dann eher Duftlampen mit einer Kerze, ein Duftstein auf dem Nachttischchen oder das Handtuch über der Heizung an. Je nach Raumgröße (und verwendetem ätherischen Öl) sollten drei bis sieben Tropfen für eine Beduftung ausreichend sein. Es empfiehlt sich grundsätzlich mit wenigen Tropfen anzufangen, den bedufteten Raum zu verlassen und nach kurzer Zeit wieder zu betreten. Ist dann der Duft ganz zart wahrnehmbar ist die Dosierung richtig. Bei der Raumbeduftung sollte niemals dauerbeduftet werden. Duftpausen also unbedingt einplanen.
Hier würde ich sowohl Zitronen- als auch Bergamotteöl zur Beduftung empfehlen, weil beide Öle olfaktorisch punkten können. Beide ätherischen Öle können sowohl einzeln als auch in Kombination eingesetzt werden. Wer Cajeput zu seinen Lieblingsdüften zählt darf natürlich auch gerne dieses ätherische Öl zur Raumbeduftung einsetzen.

Xylit- oder Zuckerkügelchen
Zutaten:
1 Braunglasfläschchen, 5 ml, mit Globuli-Verschluss
1 Tropfen ätherisches Bergamotteöl (lebensmittelzertifiziert)
1 Tropfen ätherisches Zitronenöl (lebensmittelzertifziert)
Birkenzuckerkügelchen, Größe  3

Man nehme ein 5 ml Braunglasfläschchen, träufle da hinein jeweils ein Tropfen Bergamotte und ein Tropfen Zitrone und schwenke das Glas ein wenig, so dass die Seitenwände mit den zwei Tröpfchen benetzt sind. Nun füllt man das Glas mit Xylit-(=Birkenzucker) Kügelchen auf, schüttelt es ordentlich durch und wartet so fünf bis zehn Minuten, bis die Kügelchen den Geschmack der ätherischen Öle aufgenommen haben. Bitte hier auf lebensmittelzertifizierte ätherische Öle zurückgreifen, wie z.B. von Vegaroma.

Zwei bis drei der Kügelchen kann man zur Prophylaxe während der S-Bahn-Fahrt dann im Mund zergehen lassen.

Beduftete Papiertaschentücher
Du kannst auch deine Papiertaschentücher beduften. Einfach einen einzigen Tropfen ( Cajeput, Zitrone oder Bergamotte) in die Mitte der Packung auf die Tempos geben. Nach einer Minute schon duften deine Taschentücher danach. Du kannst nun solch ein Duft-Taschentuch entweder tatsächlich zum Nase putzen verwenden oder einfach als Riech-Tuch unter deine Nase halten.

Gurgelsalz
Dazu wird auf einen halben Teelöffel naturbelassenes Salz 1 Tropfen von ätherischem Zitronenöl (oder Cajeput, Bergamotte) gegeben und diese Mischung dann in ein lauwarmes Glas Wasser gegeben und nach dem Auflösen des Salzes kann damit gegurgelt werden.

Brustbalsam oder -öl
Einen schnellen Erkältungsbalsam kannst du mit Kokosfett herstellen. Das haben viele zuhause im Kühlschrank zum Braten. Für eine Einmalanwendung mischst du einen guten Teelöffel voll Kokosfett mit zwei Tropfen Cajeput, einem Tropfen Zitrone und einem Tropfen Bergamotte.
Hast du kein Kokosfett zur Hand kannst du auch zum Olivenöl greifen, das zusätzlich noch einen wärmenden Effekt hat. Hier mischst du einen Teelöffel voll Olivenöl mit zwei Tropfen Cajeput und je einem Tropfen Zitrone und Bergamotte.

Nasenbalsam oder -öl
Um Viren und Bakterien den Eintritt in den Körper zu erschweren kann ein Nasenbalsam sehr hilfreich sein. Hier würde ich nur zum ätherischen Cajeputöl greifen, weil sowohl Zitronen- als auch im besonderen Maße das Bergamotteöl an sonnenexponierten Stellen fotosensibilisierend wirken können. Hier kannst du ebenfalls entweder Kokosfett oder Olivenöl verwenden.
1 Teelöffel Kokosfett, 4 Tropfen ätherisches Cajeputöl ODER
1 Teelöffel Olivenöl, 4 Tropfen ätherisches Cajeputöl
Von dieser Mischung braucht man nur ganz wenig auf dem Nasenrücken und den Nasenflügeln zu verteilen. Hier bräuchtest du also ein kleines Gefäß in dem du die Mischung aufbewahrst. Übrigens: die Mischung ist auch wunderbar als Prophylaxe geeignet, während man z.B. im öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist. Auch das Atmen unter einem Mund-Nase-Schutz ist so deutlich angenehmer.

Riechsalz
Riechsalz ist eine ganz einfache Methode um einen Duft für unterwegs immer in der Tasche dabei zu haben. Dazu füllst du eine 5 ml Braunglasflasche mit naturbelassenem Salz auf und gibst ca. 5 Tropfen ätherischen Öles dazu. Hier kannst du deiner (Duft-) Vorliebe freien Lauf lassen und sowohl alle drei ätherischen Öle einsetzen, als auch nur eines dieser Öle verwenden. Leere ätherisch-Öl-Flaschen enden bei mir übrigens meist als Riechsalz – so wird auch noch der letzte Tropfen dieser wertvollen Substanzen genutzt.

Tischaufsteller für drei ätherische Öle
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Kommt alle gut durch den Winter und bleibt gesund!

Vielen Dank an: Bild “Geeister Ast” von Jorge Guillen auf Pixabay


Winterzeit – Erkältungszeit

Jetzt kommt die Zeit der Schnupfen-Nasen. Was bieten uns da die ätherischen Öle an? Ich meine, viel.

Morgens in der S-Bahn (im Bus, U-Bahn, Zug, Arbeit), dichtes Gedränge, hier ein Niesen, dort ein bellender Husten. Ich habe zu dieser Zeit meist Birkenzucker-Kügelchen dabei (der ein oder andere kennt sie auch als Globuli-Kügelchen), die ich mit ein bis zwei Tropfen ätherischen Öles versetze und so ganz entspannt der hustenden Mitwelt ein freundliches Lächeln schenken kann.

Gut schmeckende Prophylaxe – wie mach ich das?
Ganz einfach.

Zutaten:
1 Braunglasfläschchen, 5 ml, mit Globuli-Verschluss
1 Tropfen ätherisches Bergamotteöl (lebensmittelzertifiziert)
1 Tropfen ätherisches Zitronenöl (lebensmittelzertifziert)
Birkenzuckerkügelchen, Größe  3

Man nehme ein 5 ml Braunglasfläschchen, träufle da hinein jeweils ein Tropfen Bergamotte und ein Tropfen Zitrone und schwenke das Glas ein wenig, so dass die Seitenwände mit den zwei Tröpfchen benetzt sind. Nun füllt man das Glas mit Xylit-(=Birkenzucker) Kügelchen auf, schüttelt es ordentlich durch und wartet so fünf bis zehn Minuten, bis die Kügelchen den Geschmack der ätherischen Öle aufgenommen haben. Bitte hier auf lebensmittelzertifizierte ätherische Öle zurückgreifen, wie z.B. von Vegaroma.

Zwei bis drei der Kügelchen kann man zur Prophylaxe während der S-Bahn-Fahrt dann im Mund zergehen lassen.

Was kann ich mit Raumbeduftung machen?

Je nach Größe des zu beduftenden Raumes kann z.B. ätherisches Zitronenöl dafür sorgen, dass die Keimbelastung niedriger bleibt. Thymian ct. Linalool, Cajeput, Bergamotte sind weitere Kandidaten, die uns während der Schnupfen- und Hustenzeit begleiten können. Einen schönen (fast) weihnachtlichen Duft kann man z.B. aus folgenden ätherischen Ölen herstellen:

20 Tropfen Zitrone
12 Tropfen Mandarine, rot
14 Tropfen Bergamotte
12 Tropfen Cajeput
8 Tropfen Thymian ct. Linalool
6 Tropfen Kardamom
8 Tropfen Zimtrinde
10 Tropfen Tonka-Extrakt

In ein 5 ml Braunglas-Fläschchen abfüllen und je nach Raumgröße 5-8 Tropfen dieser Mischung in die Duftlampe geben oder 2-3 Tropfen auf ein nasses Gästehandtuch träufeln und über die Heizung legen.

Du kannst auch deine Papiertaschentücher mit dieser Mischung beduften. Einfach einen einzigen Tropfen in die Mitte der Packung auf die Tempos geben. Nach einer Minute schon duften deine Taschentücher nach dieser wohltuenden Mischung.

Für Kleinkinder ist diese Mischung NICHT geeignet. Nachfolgend Raumbeduftungsmischungen für Kinder:

Ab 0 Jahre:
Rosenhydrolat und Lavendelhydrolat zu gleichen Teilen mischen
1 Tropfen ätherisches Ho-Blätter-Öl
In die Duftlampe geben oder ein Gästehandtuch damit befeuchten und auf die Heizung legen.

Ab 1 Jahr:
1 Tropfen Cajeput
1 Tropfen Mandarine, rot
In die Duftlampe geben oder auf ein angefeuchtetes Gästehandtuch träufeln und auf die Heizung legen.

Ab 3 Jahren:
1 Tropfen Ravintsara
1 Tropfen Lavendel
1 Tropfen Benzoe-Extrakt
In die Duftlampe geben oder auf ein angefeuchtetes Gästehandtuch träufeln und auf die Heizung legen.

Ab 6 Jahren:
1 Tropfen Weihrauch
1 Tropfen Fichtennadel
2 Tropfen Tonka-Extrakt
In die Duftlampe geben oder auf ein angefeuchtetes Gästehandtuch träufeln und auf die Heizung legen.

Was, wenn’s schon kratzt im Hals?

Eines der ätherischen Öle, die ich da sehr gerne als Erste Hilfe nutze, ist das ätherische Ravintsara-Öl. Ein Tropfen auf ein Taschentuch geben und inhalieren. Das ist eine schnelle Möglichkeit, um hier eventuell schon so vorzubeugen, dass man tatsächlich verschont bleibt.

Eine weitere Möglichkeit ist z.B. ein Gurgelsalz.
Dazu wird auf einen halben Teelöffel naturbelassenes Salz 1 Tropfen von ätherischem Zitronenöl (oder Teebaum, Manuka, Bergamotte) gegeben und diese Mischung dann in ein lauwarmes Glas Wasser gegeben und nach dem Auflösen des Salzes kann damit gegurgelt werden.

Das ätherische Angelikawurzelöl ist für mich ebenso ein Erste Hilfe Mittel, das ich immer wieder gerne nutze. Zum Beispiel als Nackeneinreibung, ein Tropfen davon vermischt mit einem halben Teelöffel fettem Öl (Mandel, Olivenöl z.B.) in der Nackengegend verreiben.

Eine sehr schöne Aufstellung, was vor allem Kindern gut tut in der Erkältungszeit findet man auf der Seite von Aroma-Mama von Sabrina Herber und Eliane Zimmermann. *Klick*


Zeckenstich-Prophylaxe – was bietet uns die Natur an?

Bald ist es wieder so weit, die Zeckensaison beginnt. Bei ca. 8 Grad fangen Zecken an sich wohlzufühlen und gehen wieder auf Nahrungssuche. Hohes, feuchtes Gras, Gebüschränder, feuchte, schön warme Waldgebiete sind ihre Lieblingsorte. Dort strecken sie ihre Ärmchen aus und warten auf ihren nächsten Wirt, der ihnen frisches Blut anbietet.

In der Aromawelt gibt es diverse ätherische Öle und auch fette Öle, die genutzt werden können, um sich für die Plagegeister zu einem unangenehmen Stinker zu entwickeln.

So wurden in einer Studie im August 2017 verschiedene ätherische Öle auf ihre zeckenabschreckende Wirkung untersucht. Dabei waren die nachfolgenden ätherischen Öle:

  • Europäisches Basilikum (Ocimum basilicum)
  • Bergamotte (Citrus bergamia)
  • Gewürznelke (Syzygium aromaticum)
  • Citronella (Cymbopogon winterianus)
  • Quendel (Thymus serpyllum)
  • Lavendel (Lavandula angustifolia)
  • Zitroneneukalyptus (Corymbia citriodora)
  • Majoran (Origanum majorana)
  • Pfefferminze (Mentha piperita),
  • Spearmint (Mentha spicata)
  • Roter Thymian (Thymus vulgaris) wahrscheinlich der Chemotyp Thymol

Es wurde mit Konzentrationen von 1% und 3 % getestet. Gewürznelke, Quendel und der rote Thymian haben dabei am besten abgeschnitten. Eine 3%-ige Konzentration war wirkungsvoller als die 1%-ige.

Interessantes weiteres Ergebnis war, dass eine Mischung aus Quendel und Citronella zu jeweils 1,5% (also insgesamt eine 3%-ige Verdünnung) wirkungsvoller war als die Einzelöle bei gleicher Konzentration.

Wer die Studie (leider nur als Abstract kostenlos zur Verfügung) nachlesen möchte, bitte hier klicken: *Klick*

Eine weitere amerikanische Studie, die Pflanzen auf ihre abschreckende Wirkung auf Zecken testete hat nachfolgende Pflanzen als besonders abschreckend auf Ixodes rizinus (Holzbock) ausgelobt:

  • Eberraute (Artemisia abrotanum)
  • Neem (Azadirachta indica)
  • Maiglöckchen (Convallaria majalis)
  • Zitroneneukalyptus (Corymbia citriodora)
  • Zitronengras (Cymbopogon citratus/flexuosus)
  • Gartennelke (Dianthus caryophyllum)
  • Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
  • Sumpfporst (Rhododendron tomentosum)
  • Gewürznelke (Syzygium aromaticum)
  • Rainfarn (Tanacetum vulgare)

Sie haben ebenso die Inhaltsstoffe dieser Pflanzen herausgearbeitet, die sich als besonders wirkungsvoll bei der Abschreckung von Ixodes rizinus, dem Holzbock, bewiesen haben.

  • Borneol (enthalten u.a. in ätherischem Weißtanne-, Citronella-, Zistrose-, Rosmarin- und Baldrianöl)
  • 1,8 Cineol (enthalten in u.a. in ätherischem Ravintsara-, Kardamom-, Eukalyptus globulus-, Eukalyptus radiata-, Eukalyptus smithii-, Lorbeer-, Lavendel-, Cajeput,- Niaouli-, Myrte-, Rosmarin-, Lavendelsalbei- und Salbeiöl)
  • ß-Citronellol (enthalten in u.a. in ätherischem Zitronengras-, Rosengeranie- und Rosenöl)
  • Coumarin (enthalten in u.a. in ätherischem Cassiaöl, Tonka-Extrakt,  Heu absolue, Tolubalsam)
  • Eugenol (enthalten in u.a. in ätherischem Zimtrinde-, Tulsi-, Piment-, Gewürznelkenöl)
  • Methy jasmonat (enthalten in u.a. Jasmin absolue)
  • Myrtenal (enthalten in u.a. in ätherischem
  • 2-Phenylethanol (enthalten in u.a. in ätherischem Ylang-Ylang-, Rose-, Rosengeranieöl, Rosen absolue und Rosenhydrolat)
  • 4-Terpineol (enthalten in u.a. in ätherischem Zypresse-, Wacholder-, Kardamom-, Cajeput- und Niaouliöl)
  • Thujone (enthalten in u.a. in ätherischem Salbei-, Rainfarn- Thujaöl, alle Artemisia-Arten)
  • Verbenol und 1-Verbenone (enthalten in u.a. in ätherischem Rosmarin ct. Verbenon-Öl, in Spuren auch in den Weihrauchölen)

Die komplette Studie ist hier nachzulesen:  *Klick*

Fette Öle, wie z.B. Kokosöl können uns auch dabei helfen den Plagegeistern olfaktorisch was entgegenzusetzen, damit sie uns so richtig unlecker finden und deswegen lieber andere Opfer aussuchen.

Kokosöl mit dem Wirkstoff Laurinsäure und Caprylsäure hat sehr eindrucksvoll seine abschreckende Wirkung auf Zecken nachgewiesen. Auch im Ärzteblatt wird Kokosöl als Zeckenabwehr-Prophylaxe empfohlen! *Klick*

Die Meldungen im Internet, dass Kokosöl ein wirksamer Schutz vor Zecken ist, basieren auf einer Studie, die 10%-ige Zubereitungen von Laurinsäure getestet haben. Laurinsäure ist ein Bestandteil von Kokosöl und kann bis zu 60% enthalten sein. Auch das Palmkernöl bietet einen nennenswerten Anteil an Laurinsäure – dieses Öl leidet aber an den Berichten zur Rodung für Palmöl-Plantagen und wird daher eher weniger empfohlen. Die vollständige Studie kann man hier nachlesen: *Klick*

Schwarzkümmelöl hat ebenso wie das Kokosöl von sich reden gemacht, als der 18-jährige Schüler Alexander Betz dieses Öl an sich und seinem Hund testete und die Ergebnisse seiner Arbeit bei “Jugend forscht” 2014 einreichte. Mittlerweile gibt es schon wieder Warnungen vor der Nutzung des Öles. Eine zu hohe Dosierung könnte den Hund gefährden. Die Meldungen im Internet sind sehr widersprüchlich – einen echten Beweis für eine Gefahr konnte ich dazu nicht finden. Wie immer scheint es die Dosis zu sein, die hier zu beachten ist. Ein paar Tropfen ins Hunde-Fressen gemischt scheint bei einigen Hunden zu wirken, bei anderen nicht. Eine Daueranwendung sollte unterlassen werden. Mehr als vier Wochen Einnahme des Öles ist nicht empfohlen.

Update April 2018: Zum Thema “innerliche Einnahme von Schwarzkümmelöl bei Hunden und Katzen” habe ich zwei Expertinnen kontaktiert, die von der innerlichen Einnahme bei Hunden und Katzen abraten.

Update August 2019: Auf der Seite von schlimmerkater.de findet man einen beeindruckenden Artikel über die Verwendung von Schwarzkümmelöl bei Zeckenbefall. Mit anschaulichen und überzeugenden Videos. Sehens- und lesenswert!

Der Beweis: Schwarzkümmelöl schützt vor Zecken

Zeckenstich-Prophylaxe-Rezepte für den Menschen

Kleiderspray “Zeck-weg”, 50 ml:
In 6 ml 96%-igem Weingeist
6 Tropfen (für Kinder 3 Tropfen) Citronella (Cymbopogon winterianus)
6 Tropfen (für Kinder 3 Tropfen) Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
6 Tropfen (für Kinder 3 Tropfen) Cajeput (Melaleuca cajuputi)
2 Tropfen (für Kinder 1 Tropfen) Gewürznelke (Syzygium aromaticum)
einträufeln und gut verrühren
Mit Lavendelhydrolat bis auf 50 ml Auffüllen.
In eine 50 ml-Braunglasflasche umfüllen, Sprayaufsatz anbringen, Etikett beschriften (Kleiderspray!) und anbringen.
Vor Gebrauch immer schütteln.
Der Schutz hält höchstens eine Stunde. Daher muss immer wieder nachgesprüht werden.

Balsam “Zeck-weg”, 50 gr:
5 gr. Bienenwachs, für Veganer Beerenwachs (Wachs ist nur nötig, wenn das Wetter heiß wird und das pure Kokosöl flüssig im Tiegel rumschwappen würde – im Herbst kann das weggelassen werden) und
45 gr. (oder 50 gr., wenn kein Wachs benötigt wird) natives Kokosöl zusammen im Wasserbad aufschmelzen, bis das Wachs komplett gelöst ist und in einen Braunglastiegel einfüllen. Wenn der Balsam auf Handwärme abgekühlt ist
9 Tropfen Lavendel (Lavandula angustifolia)
9 Tropfen Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
2 Tropfen Patchouli (Pogostemon cablin)
einrühren und gut einarbeiten.
Glastiegel schließen, Etikett beschriften und anbringen.
Vor jedem Spaziergang exponierte Stellen damit einreiben. Der Schutz soll bis zu sechs Stunden halten. Bei Kindern (und bei Erwachsenen) langt auch das Auftragen von Kokosöl ohne zusätzliche Zugaben. Wer seiner Haut auch noch was besonders Gutes tun möchte sprüht sich vor dem Einreiben mit Lavendel- oder Rosenhydrolat ein und gibt den Balsam oder das pure Kokosöl auf die nun leicht feuchte Haut.

Und trotz aller Prophylaxe-Maßnahmen ist das abendliche Absuchen des Körpers eine wichtige Maßnahme um böse Überraschungen zu vermeiden.

Ich wünsche eine schöne, unbeschwerte Frühlingszeit und hoffe einen kleinen Beitrag dazu geleistet zu haben, dass die ein oder andere Zecke sich dann doch lieber ein anderes Wirtstier sucht als meine Leser und Leserinnen. 🙂

Shop-Empfehlungen:

Kokosöl, kalt gepresst und während des Pressvorganges nochmals extra runtergekühlt gibt es hier: Würmtaler Ölmühle

Ätherische Öle in kbA- oder sogar Demeterqualität gibt es z.B. hier:
In Deutschland: Neumond, Jophiel Aromaöle, Maienfelser, Ronald Reike
In der Schweiz: Farfalla
In Österreich: Feeling
In Portugal: Fontepenedo
In Italien:  Bergila, Maitreya