Das da oben bin ich, als ich in der Provence ein echtes Lavendelfeld gefunden hatte. Pures Glück hatte ich da empfunden. Endlich in einem duftenden, prallen Lavendelfeld sitzen und atmen. Wie wunderbar!

Schon mit vierzehn, fünfzehn Jahren fing mein Interesse an Düften an – Patchouli hieß der allpräsente Duft dieser Zeit. Das Repertoire an Düften hat sich im Laufe der Jahre immer weiter ausgeweitet. Als ich dann Mutter wurde habe ich auch das therapeutische Potential der ätherischen Öle entdeckt und mutig angewendet. Es kam immer mehr Fachliteratur zum Einsatz, das Interesse wurde immer größer statt kleiner. Jean Pütz’ Hobbythek-Sendungen haben mir eine neue Welt gezeigt, in der ich lernte selbst Cremes, Salben und Co herzustellen. Als das Internet einzog in unseren Haushalt stieß ich auf Gleichgesinnte, war Mitgründerin des Beautykosmos, wo ich das damalige Unterforum “Gerührt und geschüttelt” übernahm und gemeinsam mit anderen zum Leben erweckte. Ich lernte Seifen zu sieden, ausgefeilte Kosmetikrezepte zu erstellen – es war eine sehr spannende und lehrreiche Zeit für mich.

Und dann warf mich eine Krankheit aus der Bahn – Neuroborreliose. Mein Kampf mit dieser Krankheit hat mich Demut gelehrt und mich dazu gebracht das therapeutische Potential der ätherischen Öle noch sehr viel genauer anzuschauen. Ich belegte Kurse und Seminare bei namhaften Größen der Aromatherapie, so z.B. bei Ingeborg Stadelmann, Dorothea Hamm, Monika Werner, Ruth von Braunschweig, Eliane Zimmermann und andere. Ich besuchte Destillerien, war auf den Rosenfeldern Bulgariens, den Lavendelfeldern der Provence, in den Jasminfeldern Ägyptens. Eine Ausbildung bei Aromacampus (Maria Hoch) beendete ich mit einer Facharbeit zum Thema “Anwendung ätherischer Öle bei Schmerzpatienten mit Spätborreliose”. Diese Facharbeit wurde ins amerikanische Englisch übersetzt – eine französische Übersetzung ist geplant.

Und nun möchte ich mein Wissen weitergeben, die Freude an selbst hergestellter Kosmetik anderen nahebringen, das Glücksgefühl erleben lassen, wenn ein herzberührender Duft dich streift.

Duft – das ist ein Wispern, das deine Nase hört.